Erste Bundesliga - News

SC Freiburg mit 0:0 gerettet: Punkt in Hannover reicht

Die Freiburger Fallou Diagne (l-r), Markus Rosenthal und Ivan Santini feiern den Klassenverbleib. Foto: Carmen Jaspersen

Hannover (dpa) - Der SC Freiburg spielt auch in der nächsten Saison in der Fußball-Bundesliga. Mit dem 0:0 bei Hannover 96 blieben die Breisgauer nach einer guten Vorstellung schon zum neunten Mal in Serie unbesiegt.

Nachdem die Rettung perfekt war, gab es für Christian Streich kein Halten mehr. Erst umarmte und küsste der Trainer des SC Freiburg mit Tränen in den Augen seinen Sportdirektor Dirk Dufner, dann jeden Spieler. Mit dem leistungsgerechten Remis in Hannover 96 holten die Breisgauer zum Abschluss des 32. Spieltages den notwendigen letzten Punkt, um den noch vor Monaten kaum für möglich gehaltenen Verbleib in der Fußball-Bundesliga perfekt zu machen.

«Es gibt kein Geheimnis. Das ist das Resultat akribischer Arbeit der Jungs. Ich habe sie in den vergangenen Woche sehr viel nerven müssen», sagte der Retter und lobte seine Schützlinge. «Sie haben alles mitgemacht, dafür bedanke ich mich.» Sein Team blieb auch im neunten Spiel hintereinander ohne Niederlage und war sogar nahe dran, den Niedersachsen die erste Heimniederlage beizubringen. Freiburg war vor 48 000 Zuschauern die spielerische bessere Mannschaft, die besseren Chancen hatte 96.

Nach dem Schlusspfiff zogen die Gäste rote T-Shirts mit den Aufschriften «Zusammenhalt» und «Freuen» über. Im Mittelpunkt stand jedoch ihr Trainer. «Es war eine überragende Leistung. Vor allem von Christian, aber auch von der gesamten Mannschaft. Christian ist aber das wichtigste Mosaiksteinchen», sagte Dufner und blickte zurück: «Die letzten Monate stecken schon in den Kochen. Es war Stress.»

Auch SC-Stürmer Jan Rosenthal war erleichtert: «Das haben wir uns verdient. Die Anspannung fällt aber nicht von einer Sekunde auf die andere ab.» Dufner kündigte für die Rückreise an: «Ganz trocken werden wir diesen Flug nicht hinter uns bringen.»

Zwei Runden vor dem Ende der Spielzeit hat Freiburg (37 Punkte) als Tabellen-13. nun sieben Punkte Vorsprung auf den 1. FC Köln, der den Relegationsplatz 16 einnimmt. Hannover kann trotz des Remis weiter auf eine erneute Europa-Tournee hoffen. Der diesjährige Europa-League-Viertelfinalist blieb Siebter (45) im Klassement und hat nun drei Punkte mehr auf dem Konto als der ärgste Europapokal-Verfolger Werder Bremen. «Wir werden alles versuchen. Wir haben aber heute einen Matchball vergeben», sagte 96-Trainer Mirko Slomka.

Zuvor hatte er nach eigenem Bekunden «mit ein bisschen Wehmut» die Spiele im Europa-League-Halbfinale im Fernsehen angeschaut. Für ihn und seine Spieler waren die TV-Bilder eine Portion Zusatzmotivation: Von Beginn an setzte 96 auf Offensive. Doch zu oft fehlte den Gastgebern die notwendige Präzision im Abschluss. Die beste Möglichkeit hatte in Halbzeit eins der ins Team zurückgekehrte Lars Stindl (20.), der aus zehn Meter am starken SC-Keeper Oliver Baumann scheiterte.

Die Freiburger bewiesen in der AWD-Arena, dass ihre jüngste Erfolgsserie kein Zufall war. Zweikampfstark und stets gefährlich bei Kontern - so hielten sie die Partie offen. Im Sturm fiel vor allem der agile Ex-Hannoveraner Rosenthal auf, in der Defensive räumte besonders Oliver Sorg auf der rechten Seite ab. Einziges Manko: Die Breisgauer spielten zu selten ihre Aktionen konsequent zu Ende.

Auch nach dem Wechsel änderte sich das Bild nicht. Freiburg zeigte die bessere Spielanlage, die besseren Chancen hatte Hannover. Der gefährlichste 96-Spieler war der Abwehrmann Emanuel Pogatetz. Der Österreicher verpasste in der 65. und 75. Minute mit Kopfbällen ganz knapp das SC-Gehäuse. Auch in der Schlussviertelstunde rannte Hannover an, Freiburg blieb aber Herr der Lage.

Seitenanfang
Druckversion
Artikel mailen
Mr. Wong
Linkarena
Webnews
YiGG - Bookmark setzen
Online-Partner
Aktion

Thema des Tages

G8 reden über Steueroasen und Armut

Enniskillen (dpa) - Im Kampf gegen die Kapitalflucht in Steueroasen wollen die G8 an ihrem zweiten Gipfeltag Nägel mit Köpfen machen. Auch das Thema Armut steht mal wieder auf der Tagesordnung. »weiter
Lesen Sie auch:
»G8 reden über Steueroasen und Armut
»Friedlicher G8-Protest
»Analyse: Hoffen auf das «kostengünstigste Konjunkturpaket der Welt»
Sport

Fußball-Logik besiet: Tahiti feiert exotischen Triumph

Belo Horizonte (dpa) - Jonathan Tehau hätte den Schlüssel seines Lieferwagens am liebsten noch in den Katakomben des Mineirao-Stadions für immer abgegeben. Mit seinem Tor für Tahiti hatte der 25-Jährige für einen magischen Moment beim Confederations Cup in Brasilien gesorgt. »weiter
Lesen Sie auch:
»dpa-Nachrichtenüberblick Sport
»Fechtstar Joppich wird Europameister mit dem Florett
»Folgenschweres EM-Aus der Handballer
Wetter

21 ° C - stark bewölkt

»mehr Wetter
Börse
DAX
DAX 8.180,00 -0,43%
TecDAX 955,00 +0,30%
EUR/USD 1,3349 -0,10%

Quelle: Deutsche Bank / Realtime Indikation


Computer

Telekom: Gleichheit im Internet nicht gefährdet

Stuttgart (dpa) - Die Deutsche Telekom sieht einen gleichberechtigten Internetzugang durch ihre Pläne für eine Tempo-Drosselung nicht in Gefahr. »weiter
Lesen Sie auch:
»Datenschützer rät zur Daten-Enthaltsamkeit
»Analyse: Mit «Tianhe-2» zur Supercomputer-Großmacht
»China betreibt schnellsten Supercomputer der Welt
Wissenschaft

Studie: Pestizide verringern Artenvielfalt in Gewässern

Leipzig (dpa) - Der Einsatz von Pestiziden auf Feldern verringert nach einer internationalen Studie langfristig die Artenvielfalt in angrenzenden Bächen oder Flüssen. »weiter
Lesen Sie auch:
»Mechanisches Gepardenbaby - Schweizer bauen Roboterkatze
»Europäischer Transporter dockt an Internationaler Raumstation ISS an
»Weißer Hai stärker vom Aussterben bedroht als gedacht