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Fürth vor Aufstieg - Rostock verliert Keller-Duell

Gerald Asamoah (M) von Greuther Fürth jubelt mit seinen Kollegen über den Treffer zum 2:0. Foto: Daniel Karmann

München (dpa) - Noch lange nach Schlusspfiff sangen die Fans «Nie mehr 2. Liga», Trainer Mike Büskens herzte innig Routinier Gerald Asamoah: Greuther Fürth ist der Aufstieg ins Fußball-Oberhaus wohl nicht mehr zu nehmen.

Zum Auftakt des 31. Spieltages bezwangen die Franken am Freitag Verfolger FC St. Pauli mit 2:1 (1:0) und können nach dem neunten Heimsieg in Serie nun möglicherweise schon am Montag den Sprung in die deutsche Eliteliga feiern. Bei einer Pleite des Tabellendritten Fortuna Düsseldorf bei Dynamo Dresden wäre der Aufstieg der Fürther schon vor den letzten drei Spieltagen perfekt. «Wir brauchen mindestens noch einen Punkt - es sei denn, Fortuna lässt was liegen», sagte Büskens.

Hängende Köpfe gab es bei Hansa Rostock. Nach zuletzt drei Siegen in Serie musste der Ostsee-Club im Keller-Duell gegen den FSV Frankfurt eine bittere 0:5 (0:1)-Heimpleite hinnehmen. Union Berlin besiegte Eintracht Braunschweig mit 1:0 (1:0).

Drei Tage nach der Nullnummer von Braunschweig legte Tabellenführer Fürth im Spitzenspiel gegen St. Pauli los wie die Feuerwehr. Hinten ließ das Team von Trainer Büskens vor mit 15 500 Zuschauern ausverkauftem Haus wenig zu, vorne stellte Heinrich Schmidtgal früh die Weichen auf Sieg (6. Minute).

Nach dem Wechsel stemmten sich die Hanseaten zwar gegen die drohende Niederlage. Deniz Naki vergab kurz nach dem Wechsel (49.) die Chance zum Ausgleich. Doch ausgerechnet der frühere Pauli-Profi Asamoah machte alles klar (65.). Mahir Sagliks Anschlusstor kam zu spät (90.), Fürth durfte ausgelassen jubeln. «Es ist wunderbar, dass wir heute wieder einen Dreier holen konnten. Es fehlt nur noch ein kleines Stück», sagte Büskens. Für die Hanseaten wird es im Kampf um die direkte Bundesliga-Rückkehr nun immer enger.

Ausgerechnet im Kellerduell fand die Aufholjagd von Hansa erst einmal ein Ende. Die optimale Ausbeute von neun Punkten hatte das Team in den letzten drei Partien geholt, doch am Freitag lief alles schief. Der frühere Hansa-Spieler Zafer Yelen brachte den FSV (5.) in Front. Nach der Pause machten Ilijan Micanski (57./64.) und Ju-Tae Yun (69./75.) alles klar. «Das müssen wir so schnellstmöglich vergessen», sagte Hansa-Profi Dominic Peitz. Während Rostock weiter um den Klassenverbleib bangen muss, kann Frankfurt etwas durchatmen.

Im Niemandsland der Zweitliga-Tabelle besiegte Union Berlin Neuling Eintracht Braunschweig mit 1:0 (1:0). Simon Terodde sorgte für das Tor des Abends (30.).

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