Lokales

Erbe des „Würgers“ kehrt zurück

Auch Heidekreis bereitet sich auf Wiederansiedlung des Wolfes vor

In Niedersachsen und damit auch im Landkreis Soltau-Fallingbostel bereiten sich vor allem Jäger und Förster auf die Rückkehr des Wolfes vor. Schon in vier bis fünf Jahren wird mit den ersten Wolfswelpen gerechnet. Gesichtet wurden Einzeltiere bereits mehrfach – auch im Heidekreis. Daher soll bei der Umgestaltung des Walderlebniszenrums in Ehrhorn (Forstamt Sellhorn) bald auch ein regionales „Informationszentrum Wolf“ entstehen.

[Walsrode/Ehrhorn.] Ein Biologe als „Wolfsberater“ soll zudem die Wiederansiedlung der Wölfe landesweit begleiten. „Wir arbeiten da mit der Landesjägerschaft zusammen“, so Gerd-Wilhelm Neddenriep von der Kreisjägerschaft Fallingbostel. „Der Wolf wird kommen, damit werden wir leben müssen. Die ersten sind da.“ Man müsse vorbereitet sein, zumal es unterschiedliche Auffassungen darüber gebe, wieviele Rudel die Lüneburger Heide schadlos verkraften könnte. Daher gibt es in allen Landkreisen in den Jägerschaften auch einen Wolfsbeauftragten, für die Jägerschaft Fallingbostel ist das Werner Heggemann. Werden Wölfe gesichtet, steht er den Jägern als erster Ansprechpartner zur Verfügung.

Und der Heidekreis ist nahezu prädestiniert für das langsam wieder nach Westen einwandernde Wildtier, „die Lebensgrundlagen sind hier gut“, sagt auch Reiner Baumgart, Pressesprecher des Forstamtes Sellhorn. Langfristig sei im Bereich Soltau-Fallingbostel mit einer Wiederansiedlung zu rechnen, bestätigt er. Das hätte sicherlich auch den „Würger vom Lichtenmoor“ gefreut, der letzte Wolf in der Region, der 1948 erlegt wurde, nachdem ihm wahre Schauergeschichten angelastet wurden. Für Menschen ist der Wolf in der Regel nicht gefährlich, gesunde Tiere haben sehr großen Respekt vor Menschen.

Artikel vom 08.09.2010

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