Lokalmeldungen

Erixx-Krisengipfel: „Zeitpunkt x“ anvisiert

Die Schwächenanalyse zügig erstellen und abarbeiten / Vertrauen und Reisende zurückgewinnen

Die Beteiligten geben sich im Pressegespräch zuversichtlich: Beim Start der Nord-West-Bahn habe es die gleichen Probleme gegeben, wie jetzt beim Erixx, erinnert sich Hans-Joachim Menn, Geschäftsführer der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG). Ungefähr vier Monate habe es gedauert, bis alles gut lief, weiß sein Kollege. Wolfgang Birlin, Geschäftsführer der OHG, deren Tochter die Erixx Gesellschaft ist, verspricht, man arbeite mit Hochdruck daran, einen stabilen Fahrplan zu bekommen. Die Frage, wie viele Fahrgäste wegen ihrer Negativerfahrungen inzwischen doch oder wieder aufs Auto und ab Bennemühlen in die S-Bahn umgestiegen sind, kann Birlin nicht beantworten. Verständlicherweise hat man bei Erixx momentan anderes zu tun, als Fahrgäste zu zählen und Fahrgastzahlen zu vergleichen.

Bad Fallingbostel. „Vieles ist seit dem Start am 11. Dezember bis heute besser geworden, aber es läuft noch nicht rund“, fasst der Landrat die aktuelle Situation zusammen. Wolfgang Birlin fügt hinzu, dass alle mit der Situation um den Erixx nicht zufrieden seien, darum gemeinsam mit LNVG und Bahn AG alles getan werde, um die Situation zu verbessern.

Michael Körber von DB Netz nennt einen wesentlichen Punkt, der jetzt zu Optimismus Anlass gibt. Die neuralgischen Baustellen wie etwa in Eickeloh seien beseitigt, eine hinderliche Langsamfahrstrecke sei damit aufgehoben. Wolfgang Birlin verspricht, dass spätestens ab April mit der Einführung des GPS-Systems auch die letzten Kommunikationsprobleme beseitigt würden. Er wirbt gleichzeitig um Verständnis dafür, dass sich die neuen Mitarbeiter des Erixx als Zugführer und Fahrgastbetreuer erst an die neue Strecke gewöhnen müssten. „Echtbetrieb ist eben immer etwas anderes als Propbebetrieb“, so Birlin.

Ein wesentlicher Knackpunkt sei durch Gespräche mit der Bahn wesentlich entschärft worden. Inzwischen kann der Erixx bei kleineren Verspätungen morgens in der Hauptverkehrszeit der Pendler an der S-Bahn in Bennemühlen vorbeirauschen und muss nicht wie in der Vergangenheit hinter ihr hinterherzuckeln und an jeder S-Bahnhaltestelle ebenfalls anhalten.

„Das ist eine anspruchsvolle, eingleisige Strecke und ein Fahrplan mit einem engen Zeitfenster. Aber dieser Fahrplan ist fahrbar. Vieles muss sich erst einspielen, aber dann gibt es den Zeitpunkt X, wo alles laufen muss“, so Menn.

Ausführlicher Bericht in der WZ.

Laut Erixx-Geschäftsführung ist der neue „Heidesprinter“ immer noch nicht „100 Prozent stabil“ im Fahrplan unterwegs. Das soll sich rasch ändern.

Artikel vom 04.02.2012

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