Dr. Volker Eckhardt wird neuer Leiter bei DWC
Wechsel in der Werksleitung von Dow Wolff Cellulosics: Mike de Poortere geht zu Dow AgroSciences in die USA
Eigentlich wollte er nur für drei Jahre in Bomlitz bleiben – jetzt sind es schon fast 20 – und vorläufig hat Dr. Volker Eckhardt auch einen triftigen Grund, weiterhin seinen Arbeitsplatz im Industriepark aufzusuchen: Er wird ab 30. April neuer Werksleiter von Dow Wolff Cellulosics (DWC) am Standort Bomlitz. Der bisherige Produktionsleiter tritt die Nachfolge von Mike de Poortere an, der zwar weder Arbeitgeber noch Branche wechselt, dabür aber die Sparte: Er übernimmt bei Dow AgroSciences in Pittsburgh (Kalifornien, USA) die Werksleitung.
Bomlitz. Fast hätte man meinen können, die Woche wäre schon zu Ende: Mike de Poortere und Volker Eckhardt treten in Hemd und Pullover beim Pressetermin auf, so wie die in vielen Unternehmen praktizierte Gepflogenheit, freitags von der strengen Kleiderordnung abzurücken und statt der sonst üblichen Geschäftskleidung legere Freizeitkleidung zu tragen. Aber es ist nicht „casual friday“, sondern „busy monday“. Mike de Poortere sieht es als Herausforderung an, ein amerikanisches Unternehmen zu leiten, „und außerdem passt es familiär ganz gut“. Der jüngste Sohn macht gerade Abitur, und „es hätten ohnehin Veränderungen angestanden“.
Volker Eckardt muss sich ab 30. April an eine neue Rolle gewöhnen. „Bislang trug ich eher globale Verantwortung, jetzt werde ich vor Ort sehr viel mehr lokale Verantwortung haben. Das empfinde ich als reizvoll.“ Für die Zukunft sieht Eckardt noch Handlungsbedarf in Bomlitz. „Wir haben uns in vielen Bereichen schon verbessert. Das reicht aber noch nicht. Wir müssen noch genauer hinschauen, was die Kunden wollen.“ Die Produktionsanlagen seien zwar voll ausgelastet, aber die gestiegenen Energie- und Materialkosten schmälerten die Ergebnisse deutlich.
An Spekulationen, wonach es durch die Integration von Probis in Dow Wolff Chemicals zum Stellenabbau kommen soll, wollte sich der scheidende Werkleiter de Poortere nicht beteiligen. „Wir überprüfen seit längerer Zeit die Marktanforderungen und die Wünsche der Kunden. Ebenso laufen Gespräche mit Kunden zu unserer Planungssicherheit“, so de Poortere. Über konkrete Zahlen wollte er sich nicht äußern.
Artikel vom 18.04.2012





















