„Ei-jei-jei, wir haben einen Torwart!“
Handball-Verbandsliga: Heidmarker Fans feiern Yannick Kelm nach 27:23-Sieg gegen Bergen
Am Ende hatten Heidmarker am Sonnabend in der gut gefüllten Dorfmarker Thormarcon-Arena alle gut lachen. Denn durch den 26:23-Sieg gegen den TuS Bergen haben die Schützlinge von Trainer Nils Muche in der Verbandsliga den Anschluss ans Mittelfeld geschafft und einem direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg einen heftigen Dämpfer versetzt. Doch zwischenzeitlich war ein schon sicher geglaubter Sieg – wieder einmal – in Gefahr geraten. Letzlich war es wie so oft der junge Torhüter Yannick Kelm, der zum Sieg-Garanten für die Hausherren avancierte. Er hielt vier Siebenmeter, entschärfte reihen-weise Tempogegenstöße und zog Bergen damit den Zahn. „Ei-jei-jei, wir haben einen Torwart!“, bejubelten ihn die Heidmarker Fans anschließend. Nils Rosemann mit elf Treffern und Sebastian Pröhl als Spielmacher waren ebenfalls in starker Form.
Dorfmarfk/Bad Fallingbostel. Nach einer zähen Anfangspahse mit vielen Fehlern und jeweils einem verworfenen Siebenmeter (Jakob Ohlau für die HSG) auf beiden Seiten, bekamen die Gastgeber, bei denen Patrick Zahn und Christoph Milnytchenko „Rot“-gesperrt fehlten, das Spiel langsam in den Griff. Da Kelm auch den zweiten und dritten Siebener der Gäste entschärfen konnte (14., 22.) und Florian Pröhl sowie der bärenstarke Nils Rosemann sicher trafen, enteilten die Heidmarker auf 9:5 (25.). Dabei mussten die Gastgeber Schwerstarbeit verrichten, die die Bergener spielten sehr unsauber, langten immer kräftig zu und versuchten so, der jungen HSG-Mannschaft den Schneid abzukaufen. Hinzu kam, dass die Schiedsrichter gewähren ließen und kaum Zeitstrafen verteilten.
Doch zum mehr als dem Treffer zum 6:9 reichte es für den „Nachbarn“ nicht. Denn immer wieder ließ Keeper Kelm die TuS-Spieler mit unglaublichen Paraden verzweifeln. Zudem stand die Deckung überaus sicher und blockte einige Würfe stark ab. So führten die Muche-Schützlinge zur Pause hoch verdient mit 11:6.
Wer nun gedacht hatte, die Partie würde im zweiten Durchgang in ruhigeres Fahrwasser gesteuert werden können, sah sich allerdings bitter enttäuscht. Denn bei den Heidmarkern lief nichts mehr viel zusammen. Daran konnte auch der Kurzeinsatz des schon 47-jährigen (!) Matthias Pröhl nichts ändern. Nach Zehn Minuten hatten die Bergener ihr Trefferkonto verdoppelt und witterten beim 14:12 plötzlich wieder Morgenluft. Tor um Tor holten die Gäste auf, zumal die Heidmarker nicht nur im Angriff, sondern auch in der Abwehr tatkräftig durch zahlreiche Patzer mithalten. Auch Kelm nahm sich eine kleine Schwächeperiode.
So schaffte der TuS beim 15:15 erstmals wieder den Ausgleich (42.), um dann eine Minute später erstmals in diesem Spiel in Führung zu gehen (16:15.). Der reaktivierte Holger Vorwerk traf zwar postwendend zum 16:16, doch nach dem Bergener 17:16 war es ein Doppelschlag von Nils Rosemann, der sein vielleicht bestes Spiel im Dress der HSG-Herren ablieferte, der die Heidmarker mit 18:17 in Führung brachte (45.). Jetzt war auch Kelm wieder auf dem Posten und hielt seinen vierten Siebenmeter. In Unterzahl sorgte Ohlau mit einer starken Einelleistung für das wichtige 19:17, dem Rosemann per Siebenmeter das 20:17 folgen ließ (49.).
Aber der Gast steckte nicht auf und kam zum 19:20-Anschluss, zumal David Voss nach seiner dritten Zeitstrafe „Rot“ sah (51.). Rosemann in Unterzahl und weitere Glanztaten von Kelm hielten die HSG auf Kurs. Rico Jannusch und Benjamin Skornia teilten sich dann in der Endphase die Treffer gegen einen aufsteckenden Gegner, der sich letztlich zu hoch mit 23:26 geschlagen geben musste.
Artikel vom 16.01.2012




















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