„Abenteuer Bundesliga gerne annehmen!“
Interview mit Trainer Thomas Grittner: Heidmarks männliche A-Jugend peilt Eliteliga an
TSV Burgdorf, GWD Minden, TuSEM Essen oder HSG Lemgo – es sind zum Teil wohlbekannte Vereine, deren ältester männlicher Nachwuchs aktuell in der Nordstaffel der A-Jugend-Handball-Bundesliga spielt. In der kommenden Saison könnte die HSG Heidmark dazu stoßen. Denn zurzeit liegt die Mannschaft des Trainer-Duos Thomas Grittner und Peter Holzhausen als Aufsteiger unangefochten auf dem ersten Platz der Oberliga-Niedersachsen mit 22:0-Punkten und 401:277-Toren – und damit sieben Minuspunkte besser als der Zweitplatzierte. In einer Aufstiegsrunde müssten sich die Heidmarker aber zuerst noch für die in vier Staffeln aufgeteilte Eliteliga qualifizieren, die es in dieser Form erst seit dieser Saison gibt. In einem Interview nimmt Heidmarks Trainer und Jugendkoordinator Thomas Grittner (52) zu Chancen und Risiken eines möglichen Aufstiegs Stellung.
WZ: Ihre Mannschaft klopft an die Tür zur A-Jugend-Bundesliga...
Grittner: ...und ehrlich gesagt habe ich mich mit dem Thema noch gar nicht richtig beschäftigt. Wie sagen es die Trainer-Kollegen in der
1. Fußball-Bundesliga immer so schön: Ich denke nur von Spiel zu Spiel.
Aber so unbedarft geht die HSG Heidmark die Sache doch sicher nicht an?
Natürlich haben wir intern schon Diskussionen darüber geführt. Und angesichts der Tabellensituation muss man sich auch ernsthafte Gedanken über die Bundesliga machen. Denn es sieht ja so aus, dass wir Meister werden, wenn nichts Außergewöhnliches mehr passiert.
Und wie ist der aktuelle Diskusionsstand innerhalb des HSG-Vorstandes?
Trainer und Mannschaft wurden gefragt, ob sie die Bundesliga auf sich nehmen würden. Trainer und Mannschaft haben gesagt, dass sie das Abenteuer Bundesliga gerne annehmen wollen.
Aber das Sportliche ist ja nur die eine Seite der Medaille.
Stimmt. Man muss natürlich auch das Wirtschaftliche im Auge haben. Wir haben uns entsprechend erkundigt: Eine Saison in der A-Jugend-Bundesliga kostet 20.000 Euro.
Es gibt doch aber einen Fonds, in den die Herren-Bundesligisten einzahlen und aus dem kleinere Vereine in der A-Jugend-Bundesliga Zuschüsse erhalten.
Ja, aber wie das genau läuft, wissen wir noch nicht. Wir müssen Fahrtkosten tragen, Zeitnehmer und Schiedsrichter bezahlen, Ordner stellen und nicht zuletzt eine Halle zur Verfügung stellen, in der auch mit Backe gespielt werden kann. Da sind also noch einige Baustellen zu erledigen.
(Ausführliches Interview in WZ-Printausgabe.)
Artikel vom 01.02.2012




















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