Washington (dpa) - Mitt Romney hat auch die Vorwahl im US-Bundesstaat Nevada klar gewonnen. Er konnte damit seine Führung im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur ausbauen. Romney kam auf rund 43 Prozent der Stimmen, wie mehrere Medien berichten. Sein Erzrivale Newt Gingrich landete mit weitem Abstand auf Platz 2 - er schaffte lediglich rund 25 Prozent. Gingrich will aber bis zum Ende der Vorwahlen weitermachen. Dritter in Nevada wurde der radikalliberale Kongressabgeordnete Ron Paul mit etwa 19 Prozent.
Giglio (dpa) - Die Vorbereitungen auf das Abpumpen des Schweröls aus der havarierten «Costa Concordia» gehen weiter. Die Arbeiten waren wegen schlechten Wetters eine Woche lang unterbrochen. Das dafür eingesetzte Schiff fuhr heute an das Wrack der «Costa Concordia» vor der Insel Giglio heran. Die Arbeiten bestehen darin, zunächst in sechs Tanks des Kreuzfahrtschiffes jeweils zwei Löcher zu bohren. In diesen Tanks befindet sich mehr als die Hälfte der gesamten 2300 Tonnen Treibstoff.
Damaskus (dpa) - Mit Freude und Häme hat die syrische Führung das Scheitern der Syrien-Resolution im Weltsicherheitsrat kommentiert. Aus der Partei von Präsident Assad heißt es, das Veto von Russland und China sei ein «harter Schlag» für die westlichen «Verschwörer» und ihre arabischen Komplizen. Das «Nein» der beiden Veto-Mächte habe eine Entscheidung verhindert, die für Syrien, die Region und die ganze Welt katastrophale Folgen gehabt hätte. Die Partei sprach den «Verschwörern gegen Syrien» ironisch ihr Beileid aus.
Hamburg (dpa) - Deutsche Stromkunden könnten bald die Solarbranche in Griechenland subventionieren. Das berichtet der «Spiegel». Demnach soll die in Deutschland geltende Förderung erneuerbarer Energien auch für griechische Unternehmen geöffnet werden. In Deutschland erhalten die Stromproduzenten für jede Kilowattstunde Ökostrom, die ins Netz eingespeist wird, einen festgelegten Betrag. Die Mehrkosten tragen die Verbraucher. Sollte diese Regelung auch für Solarstrom aus Griechenland gelten, dann würden die deutschen Verbraucher für den Aufbau der griechischen Wirtschaft mit zahlen.
London (dpa) - Rund zehn Zentimeter Schnee haben erneut ausgereicht, um in Großbritannien ein Verkehrschaos auszulösen. Europas größter Flughafen London-Heathrow strich rund 380 Flüge und damit ein Drittel aller Starts und Landungen heute. An den anderen Londoner Flughäfen in Gatwick, Stansted und Luton lief der Flugverkehr weitgehend normal. In Birmingham mussten einige Passagiere nach Flugausfällen im Terminal übernachten. Auch auf Autobahnen und im Zugverkehr kam es zu erheblichen Behinderungen.
Warschau (dpa) - Die Zahl der Kältetoten in Polen ist erneut angestiegen. In der Nacht fielen erneut acht Menschen der Kälte zum Opfer, die meisten von ihnen Obdachlose. Seit Beginn der Kältewelle sind damit landesweit bereits 53 Menschen erfroren. Hinzu kommen mindestens sechs Todesfälle wegen Kohlenmonoxidvergiftungen in Wohnungen mit defekten Kohleöfen. Jetzt sollen in Polen zusätzliche Wärmestuben für Obdachlose eingerichtet werden.
Kopenhagen (dpa) - Die Flugangst der norwegischen Prinzessin Mette-Marit ist legendär: Nun hat die 38-Jährige zusammen mit Kronprinz Haakon und mehr als hundert weiteren Passagieren eine Notlandung auf dem Kopenhagener Flugplatz Kastrup durchgemacht. Nach dem Ausfall eines Triebwerks kurz nach dem Start hatte sich Rauch in der Kabine des Flugzeuges entwickelt. Als die Evakuierung über Notausstiege gut gegangen war, schickte Mette-Marit über den Internet-Dienst Twitter eine sichtlich erleichterte Mitteilung: «Ok, mein Vormittag wurde ein bisschen aufregender als erwartet. Puh!»
Magdeburg (dpa) - Die Elbe friert zu. Bei zweistelligen Minustemperaturen hat sich so viel Eis auf dem Fluss gebildet, dass von Magdeburg in Richtung Norden keine Schiffe mehr fahren können. In der Nacht hatten sich Eisschollen zusammengeschoben und stark verdichtet. Der Fluss ist deshalb durchgehend bis nach Hamburg gesperrt. Auch die Boote der Wasserschutzpolizei müssen im Hafen liegen bleiben. Die Beamten gehen mit Streifenwagen auf Eiskontrolle.
Athen (dpa) - In Griechenland gehen die dramatischen Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern weiter. Es gebe große Schwierigkeiten, aber keine Sackgassen, sagte ein Teilnehmer der Nachrichtenagentur dpa. Kern des Problems seien die von den Geldgebern geforderten Kürzungen der Löhne auch im privaten Bereich. Diese könnten bis zu 25 Prozent weniger Einkommen für die Arbeitnehmer bedeuten. Das würde erst recht zum völligen Abwürgen der griechischen Wirtschaft führen, meint die griechische Seite.
Kairo (dpa) - Die syrische Opposition hat das Nein von Russland und China zu einer UN-Resolution als Lizenz zum Töten für das Regime von Machthaber Assad kritisiert. Moskau und Peking seien damit für die Eskalation der Gewalt verantwortlich, hieß es. Die Opposition fordert die Veto-Mächte auf, ihre Blockadehaltung aufzugeben. Auch heute geht das Blutvergießen in Syrien weiter. Nach Angaben von Oppositionellen wurden in der Provinz Idlib mindestens neun Regierungssoldaten bei einem Angriff von Deserteuren getötet.
Rom (dpa) - Die Kältewelle mit den stärksten Schneefällen seit Jahrzehnten hat Mittel- und Süditalien in ein Winterchaos gestürzt. Zwei Menschen starben, als Dächer unter der Last des Schnees zusammenbrachen. In Südtirol kamen gestern zwei Skifahrer in einer Lawine ums Leben. In Ostia bei Rom erfror eine ukrainische Obdachlose. Bis zu 120 000 Menschen waren zeitweise ohne Strom. Tausende blieben in Zügen oder im Straßenverkehr stecken. In Rom und anderen Städten waren Soldaten eingesetzt, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien.
München (dpa) - Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, ist enttäuscht vom Scheitern der Syrien-Resolution im UN-Sicherheitsrat. Er sei betrübt, dass die Münchner Sicherheitskonferenz bisher nicht zur Lösung von Konflikten beigetragen habe. Das sagte Ischinger zum Auftakt des letzten Konferenztages. Er dachte, die Teilnehmer seien gestern einer gemeinsamen Haltung zu Syrien sehr nahe gekommen. Die Vereinbarung sei dann aber nicht erreicht worden.
Kairo (dpa) - Auf eine Gas-Pipeline auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel haben Bewaffnete einen Anschlag verübt. Es kam zu einer Explosion mit 40 Meter hohen Flammen, die noch in 20 Kilometern Entfernung zu sehen waren. Das sagten Augenzeugen der Nachrichtenagentur dpa. In der Pipeline wird Gas nach Israel und Jordanien transportiert. Es war bereits der elfte Anschlag seit dem Sturz des früheren ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak im Februar 2011. Viele Ägypter protestieren gegen Gas-Lieferungen nach Israel.
New York (dpa) - Die Menschen in Syrien müssen weiter auf Hilfe durch die internationalen Gemeinschaft warten. Eine Syrien-Resolution des Weltsicherheitsrates scheiterte am Abend am Veto von Russland und China. Moskau und Peking hätten jetzt das Blut syrischer Zivilisten an ihren Händen, hieß es von den Diplomaten anderer Länder. Außenminister Guido Westerwelle will sich trotz der scheinbar nicht zu brechenden Blockadehaltung der beiden Länder weiter im Sicherheitsrat für eine Syrien-Resolution einsetzen.
München (dpa) - Mit einer Diskussion über die Lage im Nahen Osten und der arabischen Welt geht heute die Münchner Sicherheitskonferenz zu Ende. Erwartet werden unter anderem Katars Regierungschef Scheich Hamad bin Dschasim al-Thani, die Außenminister der Türkei und Ägyptens und US-Senator Joe Lieberman. Außerdem wird der Direktor von Human Rights Watch, Kenneth Roth, sprechen. Abschließend wollen die Konferenzteilnehmer über Cyber-Sicherheit diskutieren.