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Westerwelle zu Gesprächen in Brasilien

Brasília (dpa) - Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat am Mittwoch Gespräche in Brasilien aufgenommen, der letzten und wichtigsten Station seiner Südamerika-Reise.

In der Hauptstadt Brasília standen Treffen mit Außenminister Celso Amorim und Industrieminister Miguel Jorge auf dem Programm. Dabei sollte es neben einem Ausbau der deutsch-brasilianischen Beziehungen auch um den Streit um das iranische Atomprogramm gehen. Brasilien ist derzeit Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

In einem Interview mit der brasilianischen Tageszeitung «Folha de Sao Paulo» (Mittwoch) sprach sich Westerwelle abermals dafür aus, den Druck auf den Iran zu erhöhen. Er warf Teheran eine «starre Verweigerungshaltung» vor. Dem Iran wird zur Last gelegt, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms an einer eigenen Atombombe zu bauen. Deutschland ist deshalb zu weiteren Sanktionen bereit.

Das 192-Millionen-Einwohner-Land Brasilien ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika. Insgesamt arbeiten dort 1200 deutsche Unternehmen mit etwa 250 000 Beschäftigten. 2014 findet in Brasilien die Fußball-WM statt. Zwei Jahre später sind in Rio de Janeiro die Olympischen Sommerspiele.

Westerwelle wird auch in Brasilien von seinem Lebenspartner Michael Mronz begleitet. In der «Bild»-Zeitung wies der Sportveranstaltungsmanager Vorwürfe aus Oppositionskreisen zurück, die Reisen des Ministers für private Geschäfte zu nutzen.

«Wann immer ich es zeitlich schaffe, möchte ich Herrn Westerwelle auf seinen Reisen begleiten, um mich für Kinder sozial zu engagieren», sagte Mronz, der auch Vorstand der Aktion «Ein Herz für Kinder» ist. Dass er auf eigene Kosten reise, verstehe sich dabei von selbst. «Gerade weil wir keine eigenen Kinder haben, möchte ich ein Herz für Kinder zeigen», so Mronz weiter.

Zuvor hatte Westerwelle bereits alle Kritik der Opposition an der Begleitung zurückgewiesen: «Ich freue mich, dass sich Herr Mronz die Zeit nimmt, mich auf eigene Kosten zu begleiten, um sich in der Region über soziale Probleme zu informieren und dafür zu engagieren. Das wollen und werden wir fortsetzen.»

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