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Zwei Menschen sterben bei Bus-Unglück auf A8

Neu-Ulm/Kempten (dpa) - Die Fahrt in den Urlaub endete schrecklich: Zwei Menschen sind bei einem Busunglück in Bayern ums Leben gekommen, 48 weitere wurden verletzt.

Der Reisebus eines Unternehmens aus Königsfeld (Baden-Württemberg) war am Sonntagmorgen nahe der Raststätte Seligweiler bei Ulm von der Autobahn abgekommen. Er stürzte nach Angaben eines Polizeisprechers aus Kempten eine Böschung hinab und blieb auf der rechten Seite in einem Feld liegen. An Bord waren 48 Reisende aus Baden-Württemberg und zwei Busfahrer. Die Gruppe war auf dem Weg in den Urlaub nach Kroatien.

Zunächst war unklar, warum der drei Jahre alte Reisebus von der Fahrbahn abgekommen war. Einen technischen Defekt schloss die Polizei aus, auch ein anderer Verkehrsteilnehmer sei nicht in den Unfall verwickelt gewesen. Auch sollen am Unfallort keine winterlichen Straßenverhältnisse geherrscht haben. Vieles spreche für einen Fahrfehler des 37-jährigen Busfahrers, sagte der Polizeisprecher. Möglicherweise sei er abgelenkt worden. Ein Fahrgast solle nach ersten Ermittlungen einen Hustenanfall bekommen haben.

In dem Buswrack starben eine 77-jährige Frau und ihr ein Jahr älterer Ehemann. Der Fahrer selbst wurde leicht verletzt. 16 schwer verletzten Fahrgäste wurden mit Rettungshubschraubern in nahe gelegene Krankenhäuser geflogen. Die übrigen leicht verletzten Businsassen wurden in der Rastanlage betreut. Das Sachschaden wurde auf etwa 200 000 Euro geschätzt.

Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten war die Autobahn zunächst in beiden Richtungen zwischen den Anschlussstellen Ulm-Ost und Oberelchingen komplett gesperrt, später dann nur noch in Fahrtrichtung München. Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot von etwa 150 Einsatzkräften und mit insgesamt zehn Hubschraubern vor Ort.

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