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«Spiegel»: Wulff-Privatgäste bei Nord-Süd-Dialog

E-Mails von Bettina Wulff wurden auf dem Dienstcomputer des ehemaligen Pressesprechers ihres Mannes gefunden. Foto: Wolfgang Kumm

Berlin (dpa) - Die Bundespräsidenten-Gattin Bettina Wulff hat nach einem «Spiegel»-Bericht veranlasst, dass auch private Freunde zur umstrittenen Lobby-Veranstaltung Nord-Süd-Dialog eingeladen wurden.

Das geht nach Angaben des Nachrichtenmagazins aus E-Mails von Bettina Wulff hervor, die auf dem Dienstcomputer von Wulffs ehemaligem Pressesprecher Olaf Glaeseker in einem gesicherten Ordner gefunden wurden. Gegen Glaeseker wird wegen Bestechlichkeit ermittelt, gegen den Veranstalter des Nord-Süd-Dialogs, den Event-Manager Manfred Schmidt, wegen Bestechung. Der Promi-Treff fand 2009 im Flughafen Hannover statt, als Christian Wulff noch Ministerpräsident in Niedersachsen war.

Wulffs Anwalt Gernot Lehr wies auf dpa-Anfrage am Samstagabend darauf hin, dass «die abschließende Entscheidung über konkrete Einladungen bei dem Veranstalter» und nicht bei Bettina Wulff gelegen habe. Die Staatsanwaltschaft wollte sich zu Zwischenergebnissen der Ermittlungen vorerst nicht äußern.

Der «Spiegel» berichtete, Bettina Wulff habe dem Büro ihres Mannes per Mail unter der Betreffzeile «Nord trifft Süd» «ein paar Nachzügler» genannt, die noch eingeladen werden sollten, darunter ihre beste Freundin und deren Ehemann. Zudem habe sie um eine Einladungskarte für einen ihrer Kollegen in der Presseabteilung der Drogeriekette Rossmann sowie für einen früheren Mitstreiter bei der Continental AG gebeten. Ferner gehe aus einer Mail des Ministerpräsidenten-Büros hervor, dass sich Bettina Wulff nach einer Einladung für zwei Hoteliers von der Insel Norderney erkundigt habe, bei denen Wulffs wiederholt Urlaube verbracht haben.

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