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Ex-GM-Chef Fritz Henderson macht jetzt in Koks

Henderson hatte GM erfolgreich durch die Insolvenz Mitte 2009 geführt, musste am Ende des Jahres aber nach nur acht Monaten an der Spitze des größten US-Autoherstellers gehen.

Philadelphia (dpa) - Der glücklose ehemalige General-Motors-Chef Frederick «Fritz» Henderson hat einen neuen Job. Er wechselt zum Kokskohle-Hersteller SunCoke. Der Manager, der 25 Jahre bei GM war, wird das Unternehmen nach dessen Abspaltung vom US-Tankstellen- und Raffinerie-Betreiber Sunoco führen.

Er sei begeistert von seinem neuen Job, sagte Henderson am Donnerstag. Henderson hatte GM erfolgreich durch die Insolvenz Mitte 2009 geführt, musste am Ende des Jahres aber nach nur acht Monaten an der Spitze des größten US-Autoherstellers gehen. Verwaltungsratschef Edward Whitacre war unzufrieden über die Fortschritte bei der Sanierung und übernahm kurzerhand selbst das Steuer. Unter seiner Ägide kehrte GM in die Gewinnzone zurück und geht jetzt an die Börse.

Henderson hatte sich nach seinem Rauswurf zeitweise als selbstständiger Unternehmensberater bei Alix Partners verdingt und stand auch GM noch beratend zur Seite. Sein neues Unternehmen ist nach eigenen Angaben der größte unabhängige Koksproduzent in Nordamerika. Der Brennstoff wird zur Stahlproduktion eingesetzt. Henderson hilft bei der Abspaltung, die im ersten Halbjahr 2011 erfolgen soll, und tritt dann seinen Chef-Job an.

Bei GM hatte er 1984 in der damaligen Finanzsparte GMAC angefangen, bevor er für den Konzern auf Weltreise ging und Führungsposition bei Regionalgesellschaften in Lateinamerika, Afrika, dem Nahen Osten, Asien und zuletzt Europa innehatte. Henderson wurde 2006 Finanzchef, später übernahm er die Verantwortung für das gesamte Tagesgeschäft, bevor er Anfang 2009 Rick Wagoner ablöste und zum Konzernlenker aufstieg.

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