Börse

Griechenland-Sorgen halten Dax unter Druck

Frankfurt/Main (dpa) - Sorgen um eine weitere Verschärfung der finanziellen Lage in Griechenland haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag erneut unter Druck gesetzt. Der Dax stand am Nachmittag um 0,74 Prozent tiefer bei 7063 Punkten.

Damit erholte sich der Leitindex aber dank erster guter US-Konjunkturdaten etwas von seinem Tagestief. Der Dax hatte am Vortag seinen jüngsten Erholungsversuch abgebrochen. Der MDax gab zuletzt 1,58 Prozent auf 10467 Punkte ab und der TecDax fiel um 1,48 Prozent auf 869 Punkte.

Wegen der befürchteten Eskalation der Griechenland-Krise stehen die Zeichen auf Sturm, wie Börsianer sagten. Marktstratege David Buik von BGC Partners meinte, dass sich der Ausverkauf an den Aktienmärkten fortsetzen dürfte, bis die EU und die EZB das wahre Problem mit Griechenland und den potenziell zerstörerischen Effekt für den Markt für Staatsanleihen als Ganzes sowie die schweren Folgen für das Bankensystem und das wirtschaftliche Wachstum akzeptierten. Am Nachmittag ermöglichten dann aber erste US-Daten, die besser als erwartet ausgefallen sind, eine moderate Erholung der Börsen von ihrem Tief.

Am Dax-Ende rutschten Metro-Aktien um 3,49 Prozent auf 41,925 Euro ab. Börsianer verwiesen auf die Schwäche im Einzelhandelssektor. Bester Wert waren Lufthansa-Titel mit plus 0,51 Prozent auf 13,885 Euro. Morgan Stanley hatte die Anteile an der Fluggesellschaft hochgestuft und das Kursziel aufgestockt. Auch Autowerte zählten nach einer Hochstufung des Sektors durch die Deutsche Bank zu den Favoriten. BMW-Aktien legten um 0,55 Prozent auf 62,72 Euro zu.

Im MDax sprangen die Anteile an Demag Cranes um 2,25 Prozent auf 45,290 Euro an. Bei der geplanten Übernahme des Kranherstellers durch den US-Konkurrenten Terex zeichnet sich ein Durchbruch ab. Terex erhöhte sein Übernahmeangebot von 41,75 Euro auf 45,50 Euro je Aktie. Die Papiere von Heidelberger Druck legten nach endgültigen Zahlen und dem Ausblick als zweitbester MDax-Wert 0,15 Prozent zu auf 2,706 Euro. Der angeschlagene Druckmaschinenhersteller rechnet weiter mit einer Erholung und will sich dem mittelfristigen Umsatzziel von mehr als 3 Milliarden Euro schrittweise nähern.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,64 (Vortag: 2,73) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,39 Prozent auf 124,46 Punkte. Der Bund Future gewann 0,35 Prozent auf 126,39 Punkte. Der Eurokurs fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4088 (1,4292) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7098 (0,6997) Euro.

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