Währung

Devisen: Eurokurs nach robustem US-Arbeitsmarktbericht gefallen

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> hat sich am Freitag im späten Handel in New York von seinen Verlusten erholt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt bei 1,3149 US-Dollar gehandelt, nachdem sie in Reaktion auf einen überraschend starken US-Arbeitsmarktbericht bis auf ein Tief bei 1,3069 Dollar gefallen war. Vor dem Arbeitsmarktbericht hatte der Euro noch bei 1,3170 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3160 (Donnerstag: 1,3094) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7599 (0,7637) Euro.

Gerüchte, nach denen die Europäische Zentralbank zu einer Beteiligung am

Schuldenschnitt bereit sei, hätten den Euro im späten Handel gestützt, sagten

Marktteilnehmer. Zuvor war die Gemeinschaftswährung nach einem überraschend

starken US-Beschäftigungsaufbau um einen Cent gefallen. In den USA war die Zahl

der Beschäftigten im Januar deutlich stärker gestiegen als erwartet. Im

Vergleich zum Vormonat war die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft um

243.000 Stellen nach oben geklettert. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um

lediglich 140.000 Stellen gerechnet. Auch der Einkaufsmanagerindex für den

Dienstleistungssektor war im Januar stärker als erwartet ausgefallen.

"Es ist jetzt unwahrscheinlicher geworden, dass die US-Notenbank schon bald

die Konjunktur mit einem neuen Anleihekaufprogramm stützt", sagte Jana Meier,

Devisenexpertin bei HSBC Trinkaus. Die zusätzliche Liquidität würde den Dollar

tendenziell schwächen. "Aber auch nach den neuen Daten ist eine weitere

geldpolitische Lockerung nicht vom Tisch."

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