Devisen: Euro sinkt unter 1,31 Dollar
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Dienstag nachgegeben und ist unter die Marke von 1,31 US-Dollar gesunken. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3070 Dollar und damit deutlich weniger als im asiatischen Handel. In der Nacht zum Dienstag war der Euro zunächst bis auf 1,3144 Dollar gestiegen.
Experten führten die schwächere Entwicklung beim Euro vor allem auf die
zusehends ungünstigere Lage an den Anleihemärkten in Spanien und Italien zurück.
Dort standen die Staatsanleihen auch am Dienstag unter Druck. Offensichtlich
wächst an den Märkten wieder die Skepsis gegenüber den beiden großen
Euro-Sorgenkindern. Spanien hatte unlängst eingeräumt, sein ursprüngliches
Defizitziel für dieses Jahr nicht einhalten zu können. In Italien hat
Regierungschef Mario Monti seine Arbeitsmarktreformen verwässert.
Mit den jüngsten Verlusten hat der Euro seine zeitweilige Erholung seit
Freitag vorerst abgebrochen. Zum Wochenausklang hatte die Gemeinschaftswährung
im Fahrwasser schwacher US-Arbeitsmarktzahlen zulegen können. Grund: Nach einem
nur moderaten Jobaufbau im März gilt eine zusätzliche Lockerung der
amerikanischen Geldpolitik als zunehmend wahrscheinlich. Dies hatte den Dollar
spürbar belastet.




















