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Mertesacker fällt gegen Bayern und Tottenham aus

Per Mertesacker (M) liegt verletzt auf dem Rasen.

Bremen (dpa) - Per Mertesacker wird den 6:1-Sieg von Deutschland im EM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan noch länger in schlechter Erinnerung behalten.

Der Abwehrspieler von Werder Bremen hat in Köln einen Bruch des Augenhöhlenbodens, eine Platzwunde unter dem linken Auge und einen Bruch in der Kieferhöhle erlitten. Dies ergab eine Spezialuntersuchung in Bremen. Wegen der schweren Gesichtsverletzung fällt der 25 Jahre alte Fußball-Profi definitiv am Samstag im Bundesligaspiel bei Bayern München und am Dienstag im Champions-League-Heimspiel gegen Tottenham Hotspur aus. Wie lange die Zwangspause dauert, ist noch ungewiss.

«Das ist natürlich eine unbefriedigende Situation für uns. Neben Naldo fällt mit Per jetzt auch die zweite Defensivstütze aus, die in der Vergangenheit auf der Position des Innenverteidigers agiert hat», kommentierte Werder-Trainer Thomas Schaaf den Ausfall seines zweiten zentralen Abwehrmannes. Der Brasilianer Naldo laboriert seit Wochen an einer Knieverletzung. Wegen der großen Personalprobleme gibt wahrscheinlich Mikael Silvestre in München sein Bundesliga-Debüt im Werder-Trikot. Der 33 Jahre alte Abwehrspieler hatte vergangene Saison für Arsenal London gespielt.

Mertesacker musste in seinem 71. Länderspiel schon nach elf Minuten den Platz verlassen, nachdem ihn der Aserbaidschaner Vaqif Cavadov mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen hatte. «Ich habe sofort geahnt, dass dies nichts Gutes bedeutet», schilderte Werder-Coach Schaaf den Zweikampf. Der schwedische Schiedsrichter Strömbergsson ahndete die rüde Attacke nicht, der verletzte Nationalspieler musste sich noch in der Nacht einer Röntgen-Untersuchung in einem Kölner Krankenhaus unterziehen.

Die Verletzung ist auch für Mertesacker persönlich ein herber Rückschlag. «Er ist sehr enttäuscht, weil er im Rhythmus bleiben wollte. Das fällt jetzt weg», berichtete der Bremer Coach. Was darüber hinaus mit dem Profi passiert, müsse abgewartet werden. Nach DFB-Angaben ist eine Operation nicht notwendig.

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