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Händels “Messiah” steht am 26. Juni in der Walsroder Stadtkirche auf dem Programm

Das weltweit populärste Oratorium

Freuen sich auf ihr Publikum: Altistin Anna Schaumlöffel und Bass Arvid Fagerfjäll sind zum ersten Mal in der Stadtkirche zu Gast. Fotos: Stefan Tietze / Kantorei
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Freuen sich auf ihr Publikum: Altistin Anna Schaumlöffel und Bass Arvid Fagerfjäll sind zum ersten Mal in der Stadtkirche zu Gast. Fotos: Stefan Tietze / Kantorei
WALSRODE - 19. Juni 2022 - 10:00 UHR - VON REDAKTION

Als das weltweit populärste Oratorium gilt Georg Friedrich Händels “Messiah”. Am Sonntag, 26. Juni, wird das Werk ab 17 Uhr in der Stadtkirche Walsrode aufgeführt. Die Kantorei Walsrode, das Göttinger Barockorchester und vier hervorragende Solisten sind dabei. Der Vorverkauf läuft bereits im Alten Rathaus (siehe Info “Vorverkauf”). Das gut zweistündige Oratorium ist in drei Teile unterteilt; dies wird in der Aufführung durch kurze Pausen von wenigen Minuten unterstrichen.

Was hat den “Messiah” so populär gemacht, dass er wenige Jahre nach Händels Tod bereits in aller Welt aufgeführt wurde? Gewiss lag es weniger an der englischen Sprache, in der auch die Kantorei das Werk aufführen wird, sondern eher an Händels Status als “Popstar” der Barockzeit. Darüber hinaus hatte der Komponist aber auch ein sicheres Händchen für die Wirkung seiner Musik; die Textverständlichkeit und die Vermittlung des Inhalts durch wirkungsvolle musikalische Mittel waren ihm sehr wichtig. So entstand ein großes Oratorium, bei dem jede Zuhörerin und jeder Zuhörer inhaltlich mitgenommen und ergriffen wird. In dem Werk wird eine große Geschichte sinnlich erfahrbar: das Leben Jesu, erzählt weniger mit Worten der Evangelien, sondern mit prophetischen Texten des Alten Testaments, die das Kommen des “Messias” ankündigen.

Diesen Kunstgriff musste Händels Textdichter Jennens anwenden, da im damaligen England die Darstellung Jesu Christi auf der Bühne völlig undenkbar war. Dennoch oder deshalb ist im “Messiah” eine ergreifende “Handlung” mit abschließender Reflexion der Bedeutung Christi geglückt, ganz im barocken Esprit der Händel’schen Musik, die beim ersten Hören fasziniert.

Eine Einführung in das große Werk wird es in diesem Jahr in besonderer Form geben: Da der Johannistag und damit das traditionelle Johannissingen des Klosters zwei Tage vor der Aufführung stattfinden, werden Pastor Thorben Bernhardt und Kantor Holger Brandt dort mit bekannten und unbekannten Liedern die Gäste am Inhalt des “Messias” entlanggehen.

Die Freude, endlich wieder ein Oratorium aufzuführen, ist bei den Teilnehmenden so groß wie nie. Die Berliner Sopranistin Olivia Stahn hat schon mehrfach durch ihre klare, schlichte und dadurch wunderschöne Sopranstimme begeistert. Auch die anderen Solisten sind renommiert; der junge Basssolist Arvid Fagerfjäll kann wohl als Newcomer gelten. Das Göttinger Barockorchester hat zum ersten Mal 2019 in Walsrode gastiert und mit seiner feinsinnigen Art, die historischen Instrumente zu behandeln, überzeugt.

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