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Auszeichnung für aus Soltau stammende Autorin

Evangelischer Buchpreis für Susann Pásztor

SOLTAU - 20. Juni 2018 - 14:34 UHR - VON REDAKTION

(epd). Es ist ein ungewöhnliches Thema für einen Roman: Sterbebegleitung. Einfühlsam, mit feinsinnigem Humor und gar nicht traurig erzählt die aus Soltau stammende und in Berlin lebende Schriftstellerin Susann Pásztor ihren Roman mit dem Titel “Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster”. Dafür hat sie den mit 5000 Euro dotierten Evangelischen Buchpreis 2018 erhalten. Der Preis wird seit 1979 vom Evangelischen Literaturportal mit Sitz in Göttingen vergeben, dem Dachverband evangelischer öffentlicher Büchereien. Susann Pásztor sei “ein wahres Kunststück” gelungen, begründete die Jury ihre Wahl: Das Buch sei ein wunderbarer Roman, der den Tod ernst und das Leben mit all seinen Wirrungen doch leicht nehme.

“Schreiben bedeutet für mich, dass ich mich mit Dingen auseinandersetze, die mich beschäftigen”, sagt die 61-jährige Autorin. Nach dem Tod ihrer Eltern wollte Pásztor sich dem “Mysterium” des Sterbens stellen und machte eine Ausbildung zur Sterbebegleiterin. Seit 2010 begleitet sie ehrenamtlich Menschen auf ihrem letzten Weg. Dabei sei ihr gleich klar gewesen, dass es kein Sachbuch zum Thema wird: “Geschichten erzähle ich am liebsten”, sagt die Autorin, die bereits zwei Romane veröffentlicht hat.

Zum neuen Werk: Da ist die 60-jährige Karla, unheilbar an Krebs erkrankt. Zu ihr kommt Fred, der die Ausbildung zum Hospizhelfer gerade erst absolviert hat. Seine gut gemeinten, aber hilflosen Angebote stoßen auf schroffe Ablehnung. Unerwartete Hilfe bekommen beide von Freds 13-jährigem Sohn Phil, der zeigt, dass ein Begleiter gar nicht viel machen muss, sondern dass es manchmal genügt, da zu sein.

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