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Am Sonntag haben die Wahllokale von 8 bis 18 Uhr geöffnet - die WZ erklärt, worauf bei Bürgermeister- und Stadtratswahl zu achten ist

123 Kandidaten in den Startlöchern

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WALSRODE - 06. März 2020 - 13:31 UHR - VON JENS REINBOLD

“Ja” oder “Nein” - und dann noch drei Kreuze: So in etwa lautet das Motto, wenn am Sonntag in Walsrode gewählt wird. 25.000 Bürger haben zwar bei der Bürgermeisterwahl nur die Möglichkeit, für oder gegen Amtsinhaberin Helma Spöring zu votieren, bei der Stadtratswahl hingegen stehen 123 Kandidaten in den Startlöchern.

Wer lenkt die neue Großkommune Walsrode in den kommenden sechs Jahren? Darüber entscheiden am Sonntag rund 25.000 Wähler. Was zu beachten ist, erklärt die WZ noch einmal an dieser Stelle.

Was wird gewählt? Im Grunde genommen sind es zwei Wahlen. Zunächst ist da die Bürgermeisterwahl: Amtsinhaberin Helma Spöring ist ohne Gegenkandidaten, demzufolge ist der Wahlzettel übersichtlich: Wähler können “Ja” oder “Nein” ankreuzen. Bei der Wahl zum Stadtrat ist es komplizierter: Die Wähler haben insgesamt drei Kreuze zu verteilen; entweder bei Kandidaten oder Listen. Sie können dabei munter mischen, wie sie ihre Kreuze verteilen wollen. Wichtig: Nicht mehr als drei Kreuze setzen, sonst ist der Stimmzettel ungültig. Am Ende stehen nach komplizierter Auswertung per Direkt- oder Listenwahl die 38 neuen Ratsmitglieder fest.

Wer steht zur Wahl? Amtsinhaberin Spöring bei der Bürgermeisterwahl - und 123 Kandidaten für den neuen Stadtrat, der bis 2026 die Geschicke der Stadt bestimmen wird. Sie verteilen sich auf sechs Parteien, eine Wählergemeinschaft und einen Einzelbewerber.

Wer darf wählen? Einwohner ab 16 Jahren sind wahlberechtigt, dazu noch EU-Bürger mit Wohnsitz in der Kommune. Rund 25.000 Menschen sind das zusammen. Rund 1400 haben bereits ihre Kreuze gesetzt- und zwar vorab per Briefwahl.

Wo wird gewählt? Es gibt insgesamt 38 Wahllokale, die von 8 bis 18 Uhr geöffnet sind. Dabei kümmern sich rund 320 ehrenamtliche Helfer um den regulären Ablauf, sie kontrollieren den Wahlberechtigungsschein oder gegebenenfalls den Personalausweis - und sie zählen anschließend auch die Stimmen aus.

Wann stehen Ergebnisse fest? Zunächst wird die Bürgermeisterwahl ausgezählt, was recht schnell gehen dürfte. Anschließend werden die Stimmzettel zur Stadtratswahl ausgewertet. Bei drei Kreuzen an womöglich unterschiedlicher Stelle fällt das Zählen schon schwerer. Vor 22.30 Uhr ist deshalb nicht mit einem Endergebnis zu rechnen.

Gibt es eine Wahlparty? Die Bezeichnung “Wahlparty” ist wohl übertrieben, aber im Ratssaal des Walsroder Rathauses werden die Ergebnisse aus den einzelnen Walsroder Wahllokalen in Echtzeit präsentiert. Dort im Ratssaal dürften auch zahlreiche Kandidaten mitverfolgen, wie sie und ihre Partei abschneiden.

Wie geht es weiter? Am Freitag nach der Wahl stellt der Wahlausschuss das amtliche Endergebnis fest, anschließend werden die neuen Ratsmitglieder offiziell informiert. Die konstituierende Sitzung findet dann voraussichtlich im April statt. Wenn Bürgermeisterin Spöring mehr als 50 Prozent Ja-Stimmen erhält, wird sie einfach weiter im Amt bleiben - wenn nicht, würde sie ihr Amt bis zu einer neuen Wahl kommissarisch fortführen.

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