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Onkologischer Arbeitskreis lädt mit Vorträgen und Experten am Mittwoch, 18. September, nach Bad Fallingbostel ein

14. Krebs-Informations-Tag im Kurhaus

Holt renommierte Wissenschaftler und Therapeuten in die Region: OAK-Vorsitzender Dr. Sirus Adari. Foto: Rolf Hillmann
Holt renommierte Wissenschaftler und Therapeuten in die Region: OAK-Vorsitzender Dr. Sirus Adari. Foto: Rolf Hillmann
BAD FALLINGBOSTEL - 16. September 2019 - 09:00 UHR - VON ROLF HILLMANN

Dr. Sirus Adari, erster Vorsitzender des Onkologischen Arbeitskreises Walsrode (OAK), sieht es als eine der Hauptaufgaben des OAK an, neue Erkenntnisse der Krebsforschung und das Wissen internationaler Experten in die Region zu holen, um es Patienten und Angehörigen zu vermitteln. Beim 14. Krebsinformationstag, der am kommenden Mittwoch, 18. September, von 17 bis 19 Uhr im Kurhaus in Bad Fallingbostel stattfindet, geht es um drei Schwerpunktthemen: Neue Erkenntnisse über aktuelle Studien bei Brustkrebs, Immuntherapie als neue Behandlungssäule bei Krebserkrankungen sowie neue Entwicklungen in der Behandlung von bösartigen Lymphknoten. Die Vorträge finden im großen Saal des Kurhauses statt, der Eintritt ist frei, jeder ist willkommen.

Nach der Begrüßung durch Dr. Sirus Adari informiert ab etwa 17.15 Uhr Professorin Dr. Tjoung-Won Park-Simon, stellvertretende Klinikdirektorin der Medizinischen Hochschule Hannover und Bereichsleiterin der gynäkologischen Onkologie, über neue Erkenntnisse von aktuellen Studien bei der Brustkrebsforschung. Ab 17.40 Uhr wird sich Professorin Dr. Anke Franzke der lokalen Öffentlichkeit mit einem Vortrag über Immuntherapie vorstellen. Professorin Anke Franzke praktiziert seit einem halben Jahr in Walsrode in einer Praxis für Innere Medizin, Onkologie und Hämatologie. Zusätzlich ist sie Ärztliche Leiterin des Claudia-von-Schilling-Zentrums für Universitäre Krebsmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Immuntherapien bei Krebserkrankungen gelten mittlerweile neben Operation, Strahlen- und Chemotherapie als vierte Behandlungssäule. Die Idee, dass man mithilfe des Immunsystems Tumorzellen gezielt bekämpfen kann, ist mehr als 100 Jahre alt. Forscher arbeiten intensiv daran, neue Methoden der Krebsimmuntherapie zu entwickeln und bestehende Behandlungsansätze zu verbessern. Als Immuntherapie bezeichnen Mediziner jede Behandlung, die mithilfe des körpereigenen Immunsystems eines Patienten eine Krankheit bekämpfen soll. Im Falle einer Krebserkrankung soll die Immuntherapie bewirken, dass das Immunsystem Tumorzellen als schädlich erkennt und angreift. Denn Krebszellen haben verschiedene Strategien entwickelt, dem körpereigenen Abwehrsystem zu entkommen. Zum Beispiel zeigen manche Tumorzellen keine eindeutigen Merkmale, die sie als krankmachendes Gewebe kennzeichnen. Einige Krebszellen wiederum sind in der Lage, die Immunantwort des Körpers zu hemmen. Zudem verändern sich Tumorzellen ständig.

Ab etwa 18 Uhr spricht der Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Immunologie des Klinikums Siloah in Hannover, Privatdozent Dr. Dr. Martin Müller, über neue Entwicklungen in der Behandlung von bösartigen Lymphknotenbehandlungen. Den Abschluss des 14. Krebs-Informations-Tages gestaltet der Leiter der Palliativstation am Heidekreis-Klinikum, der Internist Dr. Roland Heitmann.

Zudem gibt es am Rande der Veranstaltung noch die Möglichkeit, sich an Infoständen im Foyer über den Onkologischen Arbeitskreis, die Brustkrebsgruppe Walsrode und von Pharmafirmen informieren zu lassen. Weitere Informationen gibt es beim Onkologischen Arbeitskreis Walsrode unter (05161) 72990.

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