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Seit rund einer Woche sind die ersten Geflüchteten in Walsrode, am Freitag gab es einen Austausch über die wichtigsten anstehenden Themen.

50 Euro und Lebensmittel für jede geflüchtete Person

Lebensmittel, Hygieneartikel und andere Dinge des täglichen Bedarfs wurden an die Menschen aus der Ukraine verteilt. Foto: Scheele
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Lebensmittel, Hygieneartikel und andere Dinge des täglichen Bedarfs wurden an die Menschen aus der Ukraine verteilt. Foto: Scheele
WALSRODE - 13. März 2022 - 16:08 UHR - VON JOHANNA SCHEELE

Emotional geht es am Freitagmorgen im Bomlitzer Dorfgemeinschaftshaus zu. Während die Nasen und Münder von Masken bedeckt sind, fällt auf, wie sich viele Augen mit Tränen füllen. Einige Menschen wischen sich mit dem Handrücken über die Augen, bevor sie sich zu den Kindern umdrehen. Es sind Menschen aus dem Heidekreis und der Ukraine, die sich dort am Morgen versammelt haben. Die Tränen sind ein Mix aus Angst, Trauer und Rührung.

Letzteres ist vor allem in der großen Hilfsbereitschaft begründet. Innerhalb von zwei Tagen sind so viele Lebensmittelspenden zusammengekommen, dass sie gleich zwei Räume in einer angrenzenden leeren Wohnung füllen. Die Leiterin der Sozialarbeit Walsrode, Cristine Idrizaj, erklärt, dass aus dem Spendentopf, den die Stadt Walsrode eröffnet hat, für jede Person 50 Euro ausgezahlt werden. “Meines Wissens hat noch niemand Geld bekommen”, sagt Idrizaj. Bis das erste Geld über den Leistungsbezug bei Betroffenen ankommt, dauere es etwas. So seien die 50 Euro die einfachste Möglichkeit, die Menschen in den ersten Tagen zu unterstützen.

Idrizaj erhält aktuell immer wieder Anrufe, in denen es darum geht, dass Ukrainer und Ukrainerinnen über private Kontakte und Initiativen in den Heidekreis kommen. Großere Aktionen seien aktuell nicht angedacht. Momentan nimmt Idrizaj die Anfragen noch an. Je nachdem wie sich die Situation ändere, kann es aber auch nochmal eine andere Lösung geben. Denn Fakt ist, dass das ganze Prozedere deutlich mehr Arbeit mit sich bringt, als angenommen.

In der ersten Woche, in der die Menschen aus der Ukraine im Heidekreis sind, ging es vor allem darum, im neuen Land anzukommen. “Die Gastfamilien haben sich sehr bemüht”, lobt Idrizaj. Viele Behördengänge seien schon erledigt. Wie wichtig es ist, sich vor Ort anzumelden, machte Michael Haacke deutlich. “Das heißt nicht, dass ihr nie wieder zurückkönnt”, sagt der Altenboitzer. Vielmehr gehe es darum, dass alle eine Krankenversicherung haben und Sozialhilfe beziehen können. Haacke war es auch, der vor knapp einer Woche dabei war, als die Menschen aus der Region Kovel in den Heidekreis gekommen sind. “Genießt jetzt diese Sicherheit. Ich hoffe, dass ihr schnell wieder zurück nach Kovel könnt, aber ich fürchte, dass es länger dauert.

Idrizaj berichtet, dass eine Familie aus der Ukraine sogar schon in eine neue Wohnung umziehen konnte, die über den Leistungsbezug angemietet wird. Während am Freitag etliche Lebenmittelspenden bereitstanden, empfiehlt die Sozialarbeiterin, in Zukunft die Ausgabestellen der Tafel aufzusuchen. Wenn in der Stadt nochmal konkret Sachspenden benötigt werden, werde das kommuniziert.

Spendenkonto der Stadt Walsrode für die ukrainischen Geflüchteten im Stadtgebiet:

Die Spendenkontonummer bei der Kreissparkasse Walsrode lautet:

IBAN DE43 2515 2375 0001 0007 28, BIC NOLADE21WAL

Verwendungszweck: Spende ukrainische Flüchtlinge

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