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Kreissparkassen und HKK-Förderer unterstützen regionalen Verein

6000 Euro für Kidstime Heidekreis

An die Kinder psychisch erkrankter Menschen denken: Klaus Henner Spierling (Kidstime Deutschland), Dr. Matthias Bergmann (Kreissparkasse Soltau), Dr. med. Wolf Döring (Sozialpsychiatrischer Dienst), Bettina Janke (Beirat der Freunde und Förderer der Heidekreis-Klinikum), Professor Hans-Jürgen Sternowsky (Beirat der Freunde und Förderer der Heidekreis-Klinikum gGmbH) und Matthias Schröder (Kreissparkasse Walsrode).Foto: Heidekreis-Klinikum/ Marielle Wegener
An die Kinder psychisch erkrankter Menschen denken: Klaus Henner Spierling (Kidstime Deutschland), Dr. Matthias Bergmann (Kreissparkasse Soltau), Dr. med. Wolf Döring (Sozialpsychiatrischer Dienst), Bettina Janke (Beirat der Freunde und Förderer der Heidekreis-Klinikum), Professor Hans-Jürgen Sternowsky (Beirat der Freunde und Förderer der Heidekreis-Klinikum gGmbH) und Matthias Schröder (Kreissparkasse Walsrode).Foto: Heidekreis-Klinikum/ Marielle Wegener
WALSRODE - 17. Februar 2021 - 18:00 UHR - VON REDAKTION

Die Kreissparkassen Soltau und Walsrode sowie der Beirat der Freunde und Förderer der Heidekreis-Klinikum gGmbH spenden jeweils 2000 Euro an Kidstime Heidekreis und unterstützen so den Verein, der Familien hilft, die von einer psychischen Erkrankung betroffen sind. Kidstime ist ein multifamilientherapeutisch ausgerichtetes Workshop-Angebot, das in den späten 1990er Jahren in London entwickelt wurde. Die Workshops sind ausgelegt auf Familien, deren Alltag von psychischen Erkrankungen bestimmt ist. Seit 2015 gibt es die Kidstime-Workshops auch in Deutschland und seit Sommer 2020 auch im Heidekreis, als Kooperationsprojekt zwischen der Fachabteilung Psychiatrie und Psychotherapie des Heidekreis-Klinikums und des Vereins Kidstime Deutschland.

“Wir bieten einen geschützten Rahmen, in dem sich Familien in offener Atmosphäre zu den Themen psychischer Erkrankungen austauschen können”, erklärt Klaus Henner Spierling, Vorsitzender von Kidstime Deutschland. “Ziel ist es, Gefühlen der Isolation entgegenzuwirken, Vertrauen und Selbstvertrauen zu stärken, Informationen anzubieten sowie Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.”

Dr. med. Wolf Döring, Oberarzt der Psychiatrie und Psychotherapie, Leiter der Psychiatrischen Institutsambulanz am HKK-Standort Soltau und Ärztlicher Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes Heidekreis, war es ein großes Anliegen, Kidstime auch vor Ort anzubieten: “Eine ehemalige Patientin von mir hatte einen Sohn, der nicht mehr zur Schule gehen wollte. Er hatte Angst, seine psychisch kranke Mutter zu Hause alleine zu lassen.” Es passiere häufig, dass Kinder von psychisch erkrankten Eltern “übersehen” würden. Dabei benötigten gerade sie altersentsprechende Aufklärung und auch eine stabile therapeutische Bezugsperson. “Deshalb ist Kidstime auch für unsere Patienten und deren Kinder ein so wichtiges Projekt.”

In den Workshops finden Gruppendiskussionen für Eltern statt. Für die Kinder und Jugendlichen wird eine spielerische und gestaltende Arbeit ermöglicht, zum Beispiel Theaterspiele. Erfrischungen, Snacks und das gemeinsame Pizza-Essen am Schluss eines jeden Workshops sind immer im Programm.

Die meisten Kunden der Kreissparkassen Soltau und Walsrode wohnen im Heidekreis. Matthias Schröder, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Walsrode sagt: “Alle Menschen, die im Heidekreis leben - und besonders die Kinder - liegen uns am Herzen. Für sie engagieren wir uns immer gern.” Die Spende helfe Kidstime, Kindern von psychisch erkrankten Eltern dabei zu unterstützen, wieder am “normalen” Leben teilzunehmen. Aus Sicht der Kreissparkasse Soltau betont der Vorstandsvorsitzende Dr. Matthias Bergmann: “Für betroffene Familien gibt es nur wenige Unterstützungsangebote. Mit unserer Spende schaffen wir zum einen den finanziellen Rahmen, um diesen Familien im Heidekreis zu helfen.” Zum anderen solle aber auch die wertvolle Arbeit der ehrenamtlich engagierten Helfer gewürdigt werden.

Gefördert wird Kidstime vor Ort durch den Landkreis Heidekreis. Dennoch sei das Projekt auf zusätzliche Unterstützungen und Kofinanzierungen angewiesen. “Unser Geld wird benutzt, um Personalkosten und Sachkosten, wie zum Beispiel technische Ausrüstung, Informationsmaterialien, Raummiete, Verpflegung der Familien zu decken”, erklärt Professor Dr. med. Hans-Jürgen Sternowsky, Vorsitzender des Beirates der Freunde und Förderer des Heidekreis-Klinikums.

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