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Amphibienschutzzaun in Dreikronen wieder aufgebaut

Achtung: Kröten auf Wanderschaft

Mit den ersten warmen Frühlingstagen machen sich Kröten und Co. auf den Weg zu ihren Hochzeitsplätzen. Foto: pixabay
Mit den ersten warmen Frühlingstagen machen sich Kröten und Co. auf den Weg zu ihren Hochzeitsplätzen. Foto: pixabay
WALSRODE - 15. März 2021 - 10:00 UHR - VON REDAKTION

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bittet Autofahrer, Rücksicht auf wandernde Amphibien zu nehmen, indem sie auf entsprechenden Strecken langsam fahren. Denn mit den ersten warmen Frühlingstagen machen sich Kröten, Frösche und Molche auf den Weg zu ihren Hochzeitsplätzen. Doch der Weg zu den angestammten Laichgewässern ist für sie oft lebensgefährlich - vor allem, wenn sie Straßen überqueren müssen: An manchen Orten würden bis zu 70 Prozent der wandernden Amphibien bei der Überquerung einer einzigen Straße entweder überfahren oder stürben an dem geschwindigkeitsabhängigen Strömungsdruck der Autos auf die Fahrbahn, so der BUND.

Der BUND Walsrode setzt sich seit Jahren für die Tiere ein. Ehrenamtliche stellen jedes Jahr zu Beginn des Frühlings Amphibienzäune am Verbindungsweg zwischen Fulde und Dreikronen auf und tragen die Tiere über die Straßen. “Mit dieser Schutzaktion retten wir Hunderte von Fröschen und Kröten vor dem Straßentod”, sagt Sigrid Ahlert von der Walsroder Ortsgruppe. “Und wir wissen heute, dass ohne dieses Engagement viele Amphibienpopulationen in Deutschland ausgestorben wären.” Der BUND freut sich über helfende Hände für den Kröten-Shuttle: Die Amphibien suchen entlang der Schutzzäune einen Durchschlupf und landen dabei in Eimern, die in regelmäßigen Abständen ebenerdig im Boden versenkt werden. In den Eimern werden die Tiere dann von den Helfern sicher über die Straße transportiert. Amphibien brauchen feuchtwarme Nächte mit mehr als vier Grad zum Wandern. Die Wanderung und das Ablaichen seien oft auf nur wenige Tage im Jahr konzentriert, weiß Katharina Lohrie von der Walsroder Ortsgruppe. Deshalb sollte man als Autofahrer die Hinweisschilder für Krötenwanderung vor allem in warmen regnerischen Abend- und Nachtstunden beachten. Die Gefahr, ein Tier zu überfahren, ist auch dadurch erhöht, dass die Amphibien gerne auf der tagsüber von der Sonne aufgewärmten Straße sitzen bleiben. Und sie sind nicht in der Lage, Fahrzeuge als tödliche Gefahr zu erkennen.

Weitere Infos über die BUND-Aktivitäten in der Region finden Interessierte unter www.bund-heidekreis.de. Bei Rückfragen steht Katharina Lohrie unter (05161) 6824 oder per E-Mail an bund.heidekreis@bund.net zur Verfügung.

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