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Erklärung zum Landratskandidaten Jens Grote

AfD kritisiert “absolut schlechten Stil”

Bernhard Schielke.Foto: Archiv
Bernhard Schielke.Foto: Archiv
WALSRODE - 01. März 2021 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

Die AfD kritisiert die Nominierung von Jens Grote zum Landratskandidaten und wünscht sich stattdessen Kandidaten, die in der Region verwurzelt seien. Außerdem empfindet sie einen “schalen Beigeschmack”, als einzige Partei “völlig außen vor gelassen worden zu sein”.

Auch die AfD sei von der Präsentation des neuen Landratskandidaten überrascht. Eine demokratisch in den Kreistag gewählte Partei bei diesem Findungsprozess völlig außen vor zu lassen, hinterlasse einen schalen Beigeschmack, so der Vorsitzende der AfD-Kreistagsfraktion Bernhard Schielke. Die AfD wünsche sich einen Kandidaten, der in der Region verwurzelt sei, für den Transparenz und Bürgernähe selbstverständlich und für den der Werbeslogan einer anderen Partei “Den gesamten Heidekreis im Blick” gelebtes Handeln seien. Er solle eigene Positionen aktiv einbringen, in der Region bekannt sein und möglichst von vielerlei gesellschaftlichen Organisationen mitgetragen werden. Selbstverständlich sollte er alle Parteien mitnehmen und einbinden.

“Ist ausreichend geprüft worden?”

Die AfD bedauere ausdrücklich, dass der neue Landratskandidat von wenigen nach Hinterzimmerart ausgewählt worden sei. “Wir hätten uns gerne bereits im Vorfeld einmal mit Herrn Grote ausgetauscht”, so Schielke und konkretisiert: Wie führungsstark sei der Kandidat? Sei er kompetent, dem hoch verschuldeten Landkreis aus der Krise zu helfen? Außerdem weist Schielke darauf hin, dass die Dienststelle Braunschweig der Landesaufnahmebehörde 2017 in einen großen Skandal verwickelt gewesen sei. “Ist ausreichend geprüft worden, ob Herr Grote als Präsident der LAB mit diesen Vorgängen nichts zu tun hatte?”, so der AfD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag.

“Absolut schlechter Stil”

Schielke sorge sich nach eigenen Worten auch um den Umgang mit dem amtierenden Landrat Manfred Ostermann: Dass die beiden großen Parteien Fehler fast nur bei Landrat Manfred Ostermann suchen würden und nicht auch bei sich selbst, sei absolut schlechter Stil. Der Landrat habe immerhin 14 Jahre die Geschicke im Landkreis gestaltet und sich allen politischen Akteuren gegenüber fair verhalten.

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