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“Walsrode - eine Stadt für alle!” erhält 50.000 Euro für Inklusionsprojekte wie “Prüfer für leichte Sprache”

Aktion Mensch fördert die Vielfalt

Gehen Texte auf Verständlichkeit durch: Edgar Herb, Prüfer für leichte Sprache (links) und Matthias Voigt.red
Gehen Texte auf Verständlichkeit durch: Edgar Herb, Prüfer für leichte Sprache (links) und Matthias Voigt.red
WALSRODE - 12. Juli 2019 - 18:00 UHR - VON REDAKTION

Der Name ist Programm: Unter dem Titel “Walsrode - eine Stadt für alle!” hat die Lebenshilfe Walsrode gemeinsam mit der Stadt Walsrode und dem Stephansstift Heidekreis am 1. März 2016 ein Inklusionsprojekt in Walsrode gestartet. Alle können sich dort zu gemeinsamen Aktivitäten treffen, unabhängig von Alter, Religion, Handicap und Nationalität.

Die “Aktion Mensch” hat das Projekt befristet bis zum 28. Februar 2019 gefördert. Aber nun steht fest: Es geht weiter. Die Organisation hat eine weitere Förderung über 50.000 Euro für weitere zwei Jahre bewilligt, sehr zur Freude der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter im Projekt. Obwohl einige der Angebote, wie der Lea-Leseklub, die Englischkurse, Filzen und Tanzen über die Sommerferien pausieren, freuen sich alle Beteiligten, dass sie mit neuen Ideen nach den Ferien weitermachen können.

Davon profitiert auch ein wichtiges Inklusionsprojekt im Bereich Sprache und Lesen. Denn: Teilhabe an der Gesellschaft ist ohne Lesefähigkeit fast unmöglich. Doch nicht immer bedeutet lesen zu können, die Texte auch zu verstehen. Wenn die Sprache zu kompliziert ist, aus vielen Fremdwörtern und verschachtelten Sätzen besteht, fällt es wohl jedem schwer, den Sinn zu entnehmen.

Und so gibt es bei “Walsrode - eine Stadt für alle” mit Edgar Herb einen speziell ausgebildeten Prüfer für sogenannte “leichte Sprache”. Leichte Sprache ist eine ganz eigene Sprache. Die wichtigsten Regeln sind: keine Fremdwörter benutzen, kurze Sätze mit einfachem Satzbau verwenden, viele Absätze einfügen, erklärende Bilder, kurze Wörter oder Wörter mit Bindestrichen nutzen, keine bildlichen Formulierungen, keine Trennstriche am Zeilenende. Ob Elternbrief, Mietvertrag oder Speisekarte - Edgar Herb geht alle ihm vorgelegten Schriftstücke auf ihre Lesbar- und Verständlichkeit durch.

Eine Änderung im bisherigen Angebot für die Prüfung von Texten ist allerdings schon im Juli in Kraft getreten. Edgar Herb bekommt ab sofort Unterstützung von Matthias Voigt, der hauptamtlich als Koordinator im Projekt beschäftigt ist. Schriftstücke, Speisekarten, Einladungen, Briefe und Ähnliches können daher ab sofort ganz einfach per Mail an wohnstaetten@lh-walsrode.de gesandt werden.

Sobald die Texte von Edgar Herb auf ihre allgemeine Verständlichkeit geprüft wurden, nehmen die beiden Kontakt mit dem Adressaten auf. In einem vereinbarten Beratungsgespräch wird der Text dann nach Bedarf und Wunsch entsprechend in leichter Sprache angepasst.

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