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Aktivisten rufen zum gemeinsamen Drohnen-Bild am 30. August ab 16 Uhr in Dorfmark auf

Aktion: “Nein zum Gasbohren”

Mit einer Drohne soll ein Bild von allen Teilnehmern gemacht werden, die gemeinsam ein “Nein” bilden. Foto: Pexels - pixabay
Mit einer Drohne soll ein Bild von allen Teilnehmern gemacht werden, die gemeinsam ein “Nein” bilden. Foto: Pexels - pixabay
DORFMARK - 26. August 2020 - 22:00 UHR - VON REDAKTION

Das Aktionsbündnis wehrt sich gegen Bohrungen, die Schäden von Menschen, Umwelt und Lebensräumen mit sich bringen. Die Teilnehmer wollen unbedingt verhindern, dass im Raum Bad Fallingbostel, Kroge und Visselhövede neue Bohrungen entstehen.

Das regionale Aktionsbündnis gegen Gasbohren will unbedingt verhindern, dass im Raum Bad Fallingbostel, Kroge und Visselhövede neue Bohrungen entstehen. Seit mehr als zwei Jahren ist die Gruppe dafür unterwegs. Es habe dazu um die 40 größere Veranstaltungen gegeben, und mehr als 16.000 Unterschriften seien laut Aktionsbündnis in der Zeit gesammelt worden. Resolutionen wurden von den betroffenen Kommunen verabschiedet, und auch der Landkreis Heidekreis stehe hinter den Forderungen. Das LBEG könnte aufgrund des Bergrechts trotz Widerstands die Bohrungen erlauben und hat dem kanadischen Konzern Vermilion Energy auch aktuell eine Aufsuchungserlaubnis für den Bohrplatz in Kroge erteilt (WZ berichtete).

“Wir wollen mit einer Drohne ein Bild von allen Teilnehmern machen, die sich zu einem ,Nein’ aufstellen”

Das Aktionsbündnis wehrt sich gegen Bohrungen, da die Mitglieder Schäden für Mensch, Umwelt und Lebensräume fürchtet. Auch gerade vor dem Hintergrund des Ausstiegs aus der fossilen Energieversorgung und der extremen Beschleunigung bei der Entwicklung erneuerbarer Energien aus Wasser, Wind, Sonne, Biomasse und Erdwärme würden laut Aktivisten weitere Bohrungen keinen Sinn ergeben - “schon gar nicht in dicht besiedelten Gebieten”.

Die nächste Aktion ist am Sonntag, 30. August, um 16 Uhr in Dorfmark an der Thormarcon-Arena geplant. “Wir wollen mit einer Drohne ein Bild von allen Teilnehmern machen, die sich zu einem ,Nein’ aufstellen, natürlich mit Abstand und Maske”, so die Veranstalter. Das Bild soll dann zusammen mit anderen, auch kleinen Filmausschnitten, zu einem Werbefilm zusammengeschnitten werden. Dieser Film soll dann für eine geplante Online-Petition an den Bundestag geschickt werden. “Mit der Petition wollen wir erreichen, dass neue Bohrungen nicht mehr genehmigt werden und das veraltete Bergrecht überarbeitet wird”, positioniert sich das Aktionsbündnis.

Die Petition startet am 1. September im Netz, erst ab 50.000 Teilnehmern werde man vom Petitionsausschuss des Bundestages gehört. Diese Zahl ist das Ziel der Gruppe.

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