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Arbeitsgemeinschaft übernimmt die vorgeschichtliche Sammlung

Archäologische Funde nun im Museum in Bad Fallingbostel

Sammlung übergeben: Hartmut Rohde, Rüdiger Vankann, Dirk Hering und Alice Bremm von der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft (von links). Foto: Thorsten Neubert-Preine
Sammlung übergeben: Hartmut Rohde, Rüdiger Vankann, Dirk Hering und Alice Bremm von der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft (von links). Foto: Thorsten Neubert-Preine
WALSRODE - 06. August 2020 - 10:00 UHR - VON REDAKTION

Die Gründer des Heidemuseums Walsrode verfolgten von Beginn an das Ziel, Kulturgüter der Region zu bewahren und auszustellen, um Besuchern der Lüneburger Heide und der einheimischen Bevölkerung eine “Attraktion” zu bieten. So fanden schon sehr bald auch archäologische Funde den Weg ins Museum. Dazu gehörten große Urnen aus den umliegenden Hügelgräbern, der Backenzahn eines Waldelefanten, ein Bronzeschwert, Funde von der Ausgrabung auf der Borger Burg im Jahre 1933 und vieles mehr.

Sichtung des Magazins

Die meisten Objekte lagerten mehr schlecht als recht im Magazin des Museums und wurden lange nicht beachtet. Vor fast 25 Jahren begann sich die 1976 gegründete Archäologische Arbeitsgemeinschaft (A.A.G.) im Heidekreis für die Funde im Museum zu interessieren und startete eine aufwendige Katalogisierung, in der vor allem Hartmut Rohde detaillierte Beschreibungen und Zeichnungen der Fundstücke anfertigte. Vor 20 Jahren präsentierte die A.A.G. dann eine Ausstellung mit eindrucksvollen Exponaten, die danach aber wieder im Magazin verschwanden.

Nachdem der Trägerverein des Heidemuseum Rischmannshof unter dem Vorsitz von Monika Seidel 2011 die Verantwortung für das Haus übernommen hatte, fand eine Sichtung des Magazins statt. Ein Ergebnis war die vom Stadtarchivar vorgenommene Gestaltung einer Ausstellungsvitrine, in der seit 2012 eine Auswahl der schönsten Fundstücke zu sehen ist. Gleichwohl war allen Beteiligten schon damals klar, dass die große Zahl an archäologischen Objekten im Museum der A.A.G. besser aufgehoben wäre.

“Nägel mit Köpfen” gemacht

Kürzlich wurden dann endlich in Absprache mit Dirk Hering vom Vorstand der A.A.G. “Nägel mit Köpfen” gemacht und eine große Übernahmeaktion durchgeführt. Mit von der Partie war auch wieder Hartmut Rohde, der zwischen 1997 und 2000 schon mal alle “Schätze” in Händen hatte und sich freute, die Sammlung in das Museum der A.A.G. mit überführen zu dürfen. Viele helfende Hände brachten die Kisten aus ihrem dunklen Verschlag wieder ans Tageslicht. Akribisch prüfte Hartmut Rohde die Objekte und hakte Fund für Fund auf den alten Listen ab. Auch wenn die meisten Kisten im Museum der A.A.G. in Bad Fallingbostel wieder eingelagert werden müssen, so geschieht das dort weitaus sachgerechter als im Heidemuseum. Zudem stehen die Fundstücke fortan den Archäologen für ihre Forschungen jederzeit zur Verfügung, was ein großer Gewinn ist.

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