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Bürgerentscheid: Bürgermeisterin, Vorsteher und Ratsmitglieder werben eindringlich für Briefwahl

Aufruf zum Bürgerentscheid: Wählen - aber sicher!

Werben für die Briefwahl beim Bürgerentscheid: Ortsvorsteherinnen und -vorsteher, Ratsmitglieder sowie Bürgermeisterin Helma Spöring. Foto: Meyland
Werben für die Briefwahl beim Bürgerentscheid: Ortsvorsteherinnen und -vorsteher, Ratsmitglieder sowie Bürgermeisterin Helma Spöring. Foto: Meyland
WALSRODE - 09. April 2021 - 22:00 UHR - VON DIRK MEYLAND

Angesichts stetig steigender Infiziertenzahlen rufen die Vorsteherinnen und Vorsteher der Walsroder Ortschaften, Ratsmitglieder und Bürgermeisterin Helma Spöring dazu auf, beim Bürgerentscheid am 18. April die Möglichkeit der Briefwahl zu nutzen. Online-Anträge sind aber nicht mehr lange möglich.

Die Stadt Walsrode ist mit 90 aktuell Infizierten die “Corona-Hochburg” im Heidekreis. Zum Vergleich: In den nächstgrößeren Städten Soltau und Schneverdingen waren es am Freitag neun beziehungsweise 18 Fälle. Freitagnachmittag kamen auf dem Walsroder Rathausvorplatz die Vorsteherinnen und Vorsteher der Ortschaften und Bürgermeisterin Helma Spöring zusammen, um für eine sichere Möglichkeit der Wahlbeteiligung beim Bürgerentscheid am 18. April zum Thema Heidekreis-Klinikum zu werben - der Briefwahl.

“Die Entwicklung im Rahmen der Corona-Pandemie halte ich für sehr besorgniserregend, sie treibt mich um”, sagte Spöring. Von Lockerungen könne keine Rede mehr sein, weil die Zahlen steigen und steigen. Allein im Heidekreis wurden von Dienstag bis Freitag in Summe 112 Neuinfektionen gemeldet.

Natürlich verbanden Bürgermeisterin und Ortsvorsteher die kurze Zusammenkunft auf dem Rathausvorplatz auch mit Meinungsäußerungen, die über die Briefwahl hinausgehen: mit “Nein” zu stimmen, also einen Neubau am Standort F4 bei Bad Fallingbostel zu unterstützen, in jedem Fall aber das Wahlrecht wahrzunehmen - idealerweise eben per Briefwahl.

Online-Anträge nur bis Montagabend möglich

Theoretisch, so Stadtsprecher Klaus Bieker, ist diese noch bis Freitag, 16. April, 13 Uhr, direkt in der Tourist-Info an der Langen Straße möglich. Doch es gibt auch andere Möglichkeiten, die Briefwahl ohne physische Präsenz vorzunehmen. Der einfachste Weg: mit dem Smartphone den auf den zugesandten Wahlunterlagen befindlichen QR-Code scannen und online einige wenige Angaben machen. Wer es lieber auf dem herkömmlichen Wege mag, der kann die beigefügten Unterlagen ausfüllen und entweder persönlich oder per Post an die jeweilige Kommune senden. Wichtig, so Bieker: Online-Anträge auf Briefwahl sind nur noch bis Montag, 12. April, 18 Uhr, möglich. Der Termin sei gewählt worden, weil so gewährleistet werden könne, dass die Briefwahlunterlagen in jedem Fall rechtzeitig vor dem Bürgerentscheid bei der oder dem Wahlberechtigten ankommen.

4300 Briefwahlanträge in der Stadt Walsrode

Rund 4300 Briefwahlanträge seien bis Freitagvormittag bei der Stadt Walsrode eingegangen. Der Anteil an Jungwählerinnen und Jungwählern zwischen 16 und 25 Jahren sei aber bislang gering. An sie - und natürlich auch an alle anderen Wahlberechtigten - geht der Aufruf von Bürgermeisterin und Ortsvorstehern, in jedem Fall das eigene Wahlrecht wahrzunehmen.

Spöring machte deutlich: “Für mich ist der mit großer Mehrheit gefasste Kreistagsbeschluss und der einstimmige Ratsbeschluss der Stadt Bad Fallingbostel zu einem Neubau des Heidekreis-Klinikums auf der Fläche F4 am Stadtrand von Bad Fallingbostel verbindlich.” Aus ihrer Sicht gebe es keine Zweifel an den Gutachten, deshalb habe sie bereits mit “Nein” gestimmt - natürlich, genau, per Briefwahl.

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