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Bürgerbefragung gestartet: Dorfregion von Bierde bis Wittlohe beschäftigt sich mit zukünftigen Einkaufsmöglichkeiten auf dem Lande

Aus Nah- ist längst “Weit entfernt”-Versorgung geworden

Eine Variante: Ein Kleinbus bringt die Menschen zum Einkaufen.red
Eine Variante: Ein Kleinbus bringt die Menschen zum Einkaufen.red
BIERDE - 14. September 2018 - 11:00 UHR - VON REDAKTION

Für die “Arbeitsgruppe Versorgen” in der Dorfregion von Bierde bis Wittlohe hat Sprecher Günter Lühning aus Otersen einen Infobrief und eine Bürgerbefragung zur aktuellen Situation der Nahversorgung und zu den Wünschen der Bürger in den Ortschaften vorbereitet. Dieser Fragebogen wird derzeit flächendeckend an alle Haushalte in Bierde, Böhme Altenwahlingen, Kirchwahlingen, Groß Häuslingen, Klein Häuslingen, Otersen und Wittlohe verteilt. Alle Einwohner in den acht Dörfern werden um die Beantwortung der Fragen bis zum 24. September gebeten. Die Antwortbögen können im Rathaus in Rethem, bei den Bürgermeistern Gert Jastresmki in Altenwahlingen und Dr. Kathrin Wrobel in Groß Häuslingen oder bei den Ortsvorstehern in Otersen und Wittlohe abgegeben werden. Es ist auch ein Versand per Post an Günter Lühning, Otersen, möglich.

“Ich halte dieses Thema für sehr wichtig. Es ist eines unserer Kernthemen in der Dorfregion, bei dem es sich lohnt, gemeinsam nach guten Lösungen zu suchen. Für die kommenden Planungen benötigen wir daher ein aussagekräftiges Ergebnis mit einem möglichst hohen Rücklauf”, so Rethems Samtgemeindebürgermeister Cort-Brün Voige. Die Unterlagen sind daher auch auf www.otersen.de abzurufen.

Für viele der rund 2400 Einwohner in den Dörfern zwischen Bierde und Wittlohe ist die Nahversorgung mit Lebensmitteln längst zur “Weit entfernt”-Versorgung geworden. Zu Fuß oder per Fahrrad zum Einkaufen zu fahren, ist oft nicht möglich. Im Rahmen einer zukunftsweisenden Dorfentwicklung in der Dorfregion entlang der L 159 engagiert sich die Themen-AG “Versorgung” für Verbesserungen. Denn das ist derzeit die Realität: Ob der Edeka-Laden im kleinen Wittlohe, die drei Geschäfte in Otersen, die zwei Lebensmittelläden sowie Bäcker und Fleischer in Häuslingen oder der Dorfladen in Bierde - alle sind Vergangenheit, und auch in Böhme erinnert nur noch ein großes, verwaistes Schaufenster an den früheren “Tante Emma”-Laden. Mit dem als Selbsthilfeeinrichtung betriebenen Dorfladen in Otersen gibt es in allen acht Dörfern nur noch ein Vollsortimenter-Lebensmittelgeschäft samt sechs Hofläden.

Im Sommer 2017 fand ein Workshop statt, bei dem bereits aktuelle Fakten wie zum Beispiel die Entfernungen für die Einwohner zum nächsten Lebensmittel-Vollsortimenter präsentiert und Alternativen und Perspektiven für die Zukunft diskutiert wurden. Das Ergebnis: Es gibt keinen Bereich in den Gemeinden Häuslingen und Böhme, in dem die Bürger fußläufig (bis zu einem Kilometer Entfernung) den nächstgelegenen Lebensmittel-Vollsortimenter erreichen können. Mit dem Rad (ein bis drei Kilometer Entfernung) haben die Einwohner von Kirchwahlingen, aus Teilen Groß Häusligens und aus Ludwigslust die Möglichkeit, ein entsprechendes Geschäft zu erreichen. Im mittleren Entfernungsbereich (drei bis sechs Kilometer) liegen die Orte Altenwahlingen und die weiteren Bereiche von Groß und Klein Häuslingen. Die übrigen Orte, Böhme und Bierde, haben Entfernungen von mehr als sechs Kilometern zurückzulegen.

Um diese unbefriedigende Situation zu verbessern, erscheinen folgende Ideen machbar: ein regionaler virtueller Marktplatz, die Vernetzung des Dorfladens, der sechs Hofläden und weiterer Anbieter, ein Modell, das die Menschen zum Einkaufen bringt oder ein Modell, das bestellte Ware zu den Menschen bringt.

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