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Im vierten und letzten Teil der Kurzserie “Berufliche Entwicklung an den BBS,” geht es um den Betriebswirt, Pädagogen und Erzieher

BBS: Von Rechnungswesen bis Heilpädagogik

Berufsbegleitende Aus- und Weiterbildung: Die BBS hat ihr Portofolio dazu in den vergangenen Jahren erweitert. Foto: LuckyImages - Fotolia
Berufsbegleitende Aus- und Weiterbildung: Die BBS hat ihr Portofolio dazu in den vergangenen Jahren erweitert. Foto: LuckyImages - Fotolia
WALSRODE - 26. Januar 2021 - 07:00 UHR - VON REDAKTION

Die Mehrheit der Bevölkerung verbindet mit den Berufsbildenden Schulen das klassische duale Ausbildungssystem. Aber die BBS sind ein viel komplexeres System und können noch mit mehr aufwarten. In vier Teilen gibt die WZ Einblick in die Möglichkeiten der beruflichen Entwicklung an den BBS, die Schülerinnen und Schüler mit einem Schulabschluss zur Verfügung stehen.

Der Arbeitsmarkt verändert sich und damit auch die Anforderungen und Wünsche der Fachkräfte. Darauf reagierten die Berufsbildenden Schulen (BBS) Walsrode und entwickelten Angebote für die Aus- und Weiterbildung in einem beruflich und familienfreundlich angepassten Format. Mit der tätigkeitsbegleitenden dreijährigen Weiterbildung zum “staatlich geprüften Betriebswirt/in” bietet die BBS Walsrode den Einstieg in die mittlere bis höhere Führungsebene an. Dazu ist der Erwerb der Fachhochschulreife sowie die Hochschulzugangsberechtigung für ein Studium an einer niedersächsischen Universität oder Hochschule möglich. An drei Abenden in der Woche stehen Marketing, Personal- und Rechnungswesen auf dem Stundenplan. Ergänzt werden die wirtschaftlichen Kernfächer durch einen berufsübergreifenden Lernbereich aus allgemeinbildenden Fächern. Ergänzt wird das Weiterbildungsangebot der BBS unter anderem durch vertiefende Inhalte rund um effiziente Teamarbeit.

Das Berufsfeld der Heilpädagogik

Die tätigkeitsbegleitende Qualifizierung zur/zum Heilpädagogin/en richtet sich an Fachkräfte aus den sozialpädagogischen oder pflegerischen Berufen. Die zweieinhalbjährige berufsbegleitende Ausbildung ist in einen berufsbezogenen Lernbereich mit theoretischen Grundlagen und berufsbezogenen Lernbereich mit heilpädagogischem Handeln (Praxis) unterteilt. Dieser Bereich umfasst unter anderem die Diagnostik und Gestaltung von Bildungsprozessen in der Heilpädagogik. Das spätere Berufsleben bietet für die Fachkräfte Tätigkeitsfelder in Praxen, Schulen, Werkstätten oder Jugendhilfeeinrichtungen und vieles mehr.

Das Berufsfeld der Sozialpädagogik

Die tätigkeitsbegleitende Ausbildung zum/zur Sozialpädagogischen Assistent/in - Klasse 2 - bereitet auf die Arbeit als Assistenzkraft mit Kindern im Alter von null bis zehn Jahren vor. Menschen mit Hochschulreife oder beruflicher Vorbildung absolvieren die Ausbildung als Quereinsteiger/innen in eineinhalb Jahren tätigkeitsbegleitend.

Neben den allgemeinbildenden Fächern findet die Ausbildung in den berufsbezogenen Lernbereichen Theorie und Praxis in Modulen statt. An zwei Abenden in der Woche und an einigen ausgewählten Sonnabenden lernen die Schüler/innen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsprozesse im Team zu gestalten oder erwerben pädagogische Grundlagen wie Beobachtungsfähigkeit, Fähigkeit zur pädagogischen Beziehungsgestaltung und zur Planung, Durchführung und Reflexion pädagogischer Bildungsprozesse. Der erfolgreiche Abschluss eröffnet die Möglichkeit der weiteren Ausbildung zum Erzieher/zur Erzieherin.

Möglichkeiten für Erzieher/innen

Die dreijährige berufsbegleitende Ausbildung zum/zur Erzieher/in bietet die Möglichkeit für Sozialpädagogische Assistent/in sich an der Fachschule Sozialpädagogik berufsbegleitend weiterzubilden. Die Ausbildung zum Erzieher/zur Erzieherin bereitet auf die Arbeit als Gruppenleitung vor, wobei das sozialpädagogische Tätigkeitsfeld die Altersspanne von null bis 27 Jahren umfasst. In der berufsbegleitenden Ausbildung können die Schüler/innen aufgrund ihres ersten Berufsabschlusses bereits für ihre berufsbegleitende Tätigkeit als Regelkraft vergütet werden.

Der Unterricht dieser tätigkeitsbegleitenden Ausbildung umfasst, neben den allgemeinbildenden Fächern, den in Modulen strukturierten berufsbezogenen Lernbereich Theorie und Praxis, welche auf den Basismodulen der Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistentin/Sozialpädagogischer Assistent aufbauen.

Der Unterricht findet an zwei Abenden in der Woche sowie jeden Sonnabend statt.

Mit dem erfolgreichen Abschluss zum staatlich anerkannten Erzieher/in wird zudem die Fachhochschulreife und somit die Hochschulzugangsberechtigung erworben, die die Aufnahme eines Hochschulstudiums ermöglicht.

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