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Exkursionsangebot der FDP Heidekreis: Die Vielfalt des Waldbaus für die Zukunft erhalten

Über den Erfolg entscheidet die Natur

Hans-Michael von Frieling (links) führte die Exkursionsteilnehmer durch seinen Wald und erläuterte die Flächen. Foto: privat
Hans-Michael von Frieling (links) führte die Exkursionsteilnehmer durch seinen Wald und erläuterte die Flächen. Foto: privat
FRIELINGEN - 19. Oktober 2019 - 18:00 UHR - VON REDAKTION

Bei noch herrlichem Spätsommerwetter trafen sich rund 20 Interessierte auf Einladung der FDP Heidekreis in Frielingen bei Hans-Michael von Frieling. Die Waldexkursion mit dem Thema “Aus der Praxis: Waldbau heute - Ökologie und Ökonomie im Einklang” griff ein aktuelles Thema auf. Wie wirtschaften private Waldbesitzer? Tanja Kühne, FDP-Kreisvorsitzende, und Lüder Warnecke begrüßten die Teilnehmer. Von Frieling führte per Trecker und Anhänger durch das Herzstück seines Betriebs. Kenntnisreich und mit viel Leidenschaft erläuterte er seine persönliche Forsterfahrung mit den rund 65 Hektar Wald, die er vor 40 Jahren von seinem Vater übernommen hatte.

Mit großer Energie wandelte von Frieling das Revier im Laufe der vergangenen Jahrzehnte in einen betriebswirtschaftlich und ökonomisch anspruchsvollen Wald um. Er erläuterte eindringlich seine Strategie und seine sorgsame Vorgehensweise: Jährlicher regelmäßiger Einschlag mit Augenmaß und von Hand. Er entnehme überwiegend strategisch Einzelbäume, um die Umgebung weiterhin auf Zuwachs zu pflegen und den noch hinzugewinnenden Bäumen ihre bestmögliche Umgebung zu überlassen. Neben der gezielten Aufforstung setze er auf Naturverjüngung, die zum Teil mit Forstpflanzen ergänzt wird, um einen dem Boden angepassten Mischwald zu erzielen.

Während der Exkursion zeigte sich, dass von Frieling ein versierter Akteur im Waldbau ist. “Was können wir von ihm lernen?”, fragten sich seine Gäste schließlich. “Es ist wichtig, dass wir die Vielfalt des Waldbaus erhalten”, fasste die Kreisvorsitzende Kühne zusammen. “Waldbau beginnt man nicht heute und sieht morgen die Ergebnisse.” Waldbau gehe über Generationen. Gerade im Hinblick auf die Auswirkungen der Trockenheit sei es wichtig, vielfältige Forstkonzepte zuzulassen. Angst davor, Fehler zu machen, sei nicht angebracht.

Trotzdem könne der aktuelle Bewirtschafter immer nur versuchen, seinen nachfolgenden Generationen nach bestem Wissen und Gewissen das Revier vorzubereiten. Ob er damit Erfolg habe, entscheide schließlich die Natur.

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