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Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg beschäftigt sich mit Plänen in Soltau

Beratungen zur Outlet-Erweiterung gestartet

Foto: Designer Outlet Soltau
Foto: Designer Outlet Soltau
SOLTAU - 27. November 2020 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

Das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg hat mit mehr als 60 Vertreterinnen und Vertretern aus Behörden, Kammern und Verbänden erörtert, wie die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren zur Erweiterung des Designer Outlets Soltau aussehen sollen. Um angemessen auf Nachfragen und Diskussionspunkte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingehen zu können, hatte das ArL mehrere Video- und Telefonkonferenztermine angeboten.

“Dieser erste Termin zur Beratung des Untersuchungsrahmens ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben und Standard in jedem Raumordnungsverfahren”, erklärt Harald Kätker vom ArL Lüneburg. Die Konferenzteilnehmer nutzten die Gelegenheit für Fragen und Hinweise zu den Gutachten, die vom Planungsträger, der Stadt Soltau, erstellt werden sollen. Diskutiert wurden unter anderem die Abgrenzung der Untersuchungsregion und die von der Stadt angestrebte Sortimentsaufteilung.

“Corona-Szenarien” in den Untersuchungen vorgesehen

Ein weiterer Gegenstand der Beratungen war die Frage, wie die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Raumordnungsverfahren berücksichtigt werden können, unter anderem mit Blick auf die sich abzeichnenden Auswirkungen auf die Innenstädte. Mehrere Teilnehmer kritisierten daher den Zeitpunkt für das Raumordnungsverfahren. Dem hielten die Gutachter der Stadt Soltau entgegen, dass genau aus diesem Grunde “Corona-Szenarien” in den Untersuchungen vorgesehen seien.

Zudem sind in 2021 ergänzende Kartierungen und Auswertungen geplant, um beispielsweise den verstärkten Trend zum Online-Einkauf und aktuelle Entwicklungen zu Insolvenzen und Leerständen in den Innenstädten der Region besser abschätzen zu können. “Wir werden während des gesamten Raumordnungsverfahrens kontinuierlich neue Sachstände zu Corona beobachten und prüfen, ob die Datenbasis angesichts der offenen Corona-Auswirkungen hinreichend belastbar ist, um die Verträglichkeitsprüfung durchführen zu können”, versichert Harald Kätker.

Worum geht es genau?

Zum Hintergrund: Die Stadt Soltau beabsichtigt, das Designer Outlet Soltau (DOS) von bisher 9900 auf 15.000 Quadratmeter Verkaufsfläche zu erweitern und hat deshalb beim zuständigen Landwirtschaftsministerium in Hannover ein sogenanntes Zielabweichungsverfahren beantragt. Das ist notwendig, weil die Verkaufsfläche im Landes-Raumordnungsprogramm bisher auf 10.000 Quadratmeter begrenzt ist. Das ArL Lüneburg als verfahrensführende Behörde wird die Beiträge aus den Telefon- und Videokonferenzen ebenso wie die schriftlich eingehenden Hinweise auswerten und auf dieser Basis den so genannten Untersuchungsrahmen für die Stadt Soltau festlegen. Sobald die Stadt die Verfahrensunterlagen für das Raumordnungsverfahren fertig erarbeitet hat, wird das ArL Lüneburg diese auf Vollständigkeit prüfen und dann das Beteiligungsverfahren einleiten.

Jeder Bürger kann sich zu den Planungen zu Wort melden. Nach jetziger Zeitplanung könnte das Raumordnungsverfahren im Frühjahr/Sommer 2021 starten.

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