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SPD-Bundestagsabgeordneter Lars Klingbeil trifft sich mit Physiotherapeuten in Soltau zum Gespräch

Bessere Bezahlung, kostenfreie Ausbildung

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil hat in Soltau Physiotherapeuten getroffen, um über Ideen des Bundesgesundheitsministers zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Heilberufen zu sprechen.red
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil hat in Soltau Physiotherapeuten getroffen, um über Ideen des Bundesgesundheitsministers zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Heilberufen zu sprechen.red
SOLTAU - 29. Januar 2019 - 04:00 UHR - VON REDAKTION

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil ist in Soltau mit Physiotherapeuten zusammengekommen, um über Ideen des Bundesgesundheitsministers zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Heilberufen zu sprechen. “Es geht darum, wie wir die für unsere Gesellschaft so wichtige Arbeit von Physiotherapeuten entsprechend würdigen können”, erklärte der Politiker.

Bereits jetzt sei ein Fachkräftemangel im Bereich der Physiotherapie deutlich erkennbar. Aufgrund des demografischen Wandels werde der Bedarf in der Bevölkerung an physiotherapeutischen Leistungen zudem immer größer, sind sich die Physiotherapeuten sicher. Gleichzeitig berichteten sie von einem Rückgang der Ausbildungen um 25 Prozent. Den Grund dafür sehen sie unter anderem in den Kosten für Ausbildung sowie auch für Lehrgänge, die selbst gezahlt werden müssten und essenziell für die Erbringung bestimmter Leistungen seien. Auf der anderen Seite bekräftigten die Physiotherapeuten gegenüber Klingbeil, dass ihre Bezahlung unzureichend sei, da sie von der Leistungsvergütung der Krankenkassen abhängig seien und diese zu gering ausfallen würde. Außerdem sei der Termindruck bei den Behandlungen ein Problem.

“Mir wurden bei dem Austausch ganz konkrete Anregungen mit nach Berlin gegeben”, sagte Lars Klingbeil im Anschluss an das Gespräch. Für ihn stehe fest, dass eine bessere Bezahlung und eine kostenfreie Ausbildung im Bereich der Physiotherapie notwendig sei, so der 40-Jährige. Der Bundestagsabgeordnete aus Munster will nun die Anregungen der Therapeutinnen und Therapeuten an die entsprechenden Verantwortlichen auf Bundesebene herantragen und sich für eine Verbesserung der Situation im Bereich der Physiotherapie einsetzen.

Der Vorschlag aus dem Bundesministerium für Gesundheit sieht vor, die Anbindung an Vergütungen von Heilmittelleistungen an die Grundlohnsumme aufzuheben. Bei den Preisverhandlungen sollen künftig der wachsende Bedarf sowie angemessene Löhne für die Angestellten in ambulanten Praxen berücksichtigt werden. Dies soll laut Vorschlag auch für die Vor- und Nachbereitung der Behandlungseinheiten und die Dokumentation gelten.

Zudem ist geplant, die Preise der Heilmittelleistungen zum 1. April einmalig bundesweit zu vereinheitlichen. Dazu sollen die Kosten für verschiedene Leistungen bundesweit auf den höchsten von einer Krankenkasse in einer Region vereinbarten Preis angehoben werden. Ab dem 1. Januar kommenden Jahres finden die Preisverhandlungen zwischen dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-SV) und den maßgeblichen Spitzenverbänden der Heilmittelerbringer statt.

Die Therapeuten sollen darüber hinaus künftig die Behandlungsdauer und -frequenz bestimmen können. “Mir war wichtig, die Bewertung dieser Punkte seitens der betroffenen Therapeutinnen und Therapeuten vor Ort zu erfahren”, unterstrich Lars Klingbeil und bewertete den von Klaus Dietz als Vertreter des Landesverbandes selbstständiger Physiotherapeuten (VDB) initiierten Austausch positiv.

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