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Traumnoten in einer wenig traumhaften Zeit: Fünf Schüler mit einer Eins vor dem Komma

Bestenehrung an den Berufsbildenden Schulen Walsrode

Belohnung fürs Lernen und fürs Engagement: BBS-Schulleiter André Kwiatkowski, Claudia Baden (Abteilungsleiterin), Kristine Friedhoff (Abteilungsleiterin) Nadine Henning und Patrica Peters (Ladies Circle Walsrode) überreichten Glückwünsche und Präsente an Josef Wazen, Mascha Kranz, Wiebke Welke, Jessica Cohrs sowie Lana Michelle Bungard (von links).Foto: BBS
Belohnung fürs Lernen und fürs Engagement: BBS-Schulleiter André Kwiatkowski, Claudia Baden (Abteilungsleiterin), Kristine Friedhoff (Abteilungsleiterin) Nadine Henning und Patrica Peters (Ladies Circle Walsrode) überreichten Glückwünsche und Präsente an Josef Wazen, Mascha Kranz, Wiebke Welke, Jessica Cohrs sowie Lana Michelle Bungard (von links).Foto: BBS
WALSRODE - 23. Juli 2020 - 10:00 UHR - VON REDAKTION

Keine Mitschüler, Eltern, Großeltern oder Freunde - die Bestenehrung der Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schulen in Walsrode fiel in diesem Jahr anders aus, als es zum Anlass gepasst hätte. Dennoch gab es das eine oder andere Freudentränchen und eine Menge Glückwünsche für die herausragenden Leistungen.

Etwas verloren kamen sich Lana Michelle Bungard, Jessica Cohrs, Wiebke Welke, Mascha Kranz und Josef Wazen schon in dem großen, aber leeren Forum der Berufsbildenden Schulen Walsrode vor. Keine Mitschüler, keine Eltern, Großeltern oder Freund und Freundin konnten sie begleiten, um dieses Ereignis gebührend zu würdigen: “Der Rahmen ist keinesfalls passend für ihre erbrachten Leistungen”, eröffnete André Kwiatkowski die Bestenehrung unter Corona-Beschränkungen. Bereits die Entlassungen fanden ohne Feiern statt, ohne Festreden, stattdessen unter dem Motto: “#WirFeiernEuch2020#”, und zwar im engsten Kreis zu Hause und nicht in der Öffentlichkeit.

So vollzog sich auch die Bestenehrung nur im Beisein von BBS-Schulleitung und den Abteilungsleiterinnen Kristine Friedhoff (Berufliches Gymnasium) und Claudia Baden (Soziale und Pflegerische Berufe). Sicherlich war die Atmosphäre anders als sonst. Aber Glück und Freudentränen gab es bei dem einen oder anderen trotzdem mit Blick auf das Erreichte. Lana Michelle Bungard (Sozialpädagogische Assistentin) sowie Jessica Cohrs und Wiebke Welke (Erzieherin) haben als Jahrgangsbeste ihre Ausbildung mit der Traumnote 1,0 abgeschlossen. Für Lana Michelle Bungard beginnt mit dem neuen Schuljahr die Erzieherausbildung, während Jessica Cohrs und Wiebke Welke mit ihrem Wissen als Fachkräfte in diesem Beruf Fuß fassen wollen.

Im beruflichen Gymnasium absolvierte Mascha Kranz das beste Abitur (Note 1,5). Großes Engagement zeigte die Abiturientin zudem besonders im sozialen Bereich, wie Schulleiter André Kwiatkowski und Abteilungsleiterin Kristine Friedhof in ihrer Laudatio hervorhoben. Eine kontinuierliche Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft “Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage” und engagierten Einsatz in Projekten an der Schule gaben den Ausschlag für die Auszeichnung. Den Einsatz von Mascha Kranz ehrte der Ladies Circle Walsrode, vertreten durch Nadine Henning und Patricia Peters, so auch mit einem Präsent. Ihr soziales Engagement wird die Abiturientin fortsetzen. Mit einem sozialen Jahr über den Bundesfreiwilligendienst in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit möchte sie neue Eindrücke gewinnen. Mit einem Notendurchschnitt von 1,7 beendete Josef Wazen aus Schwarmstedt als Jahrgangsbester die Fachoberschule mit der Fachrichtung Wirtschaft. Er wird nun in einem dualen Studium in einem großen Versicherungsunternehmen seine berufliche Zukunft weiterführen.

Zum Abschluss berichteten Wiebke Welke, Mascha Kranz und Josef Wazen noch von ihrer Sicht auf die Pandemie, so antwortete Wiebke Welke auf die Frage, was sie als besonders schweirig empfunden hat im letzten Schulhalbjahr: “Mit dem Ausfall der letzten Praxisphase in den Einrichtungen fehlte uns die Begleitung als Vorbereitung auf die Prüfung und zum Start in das Berufsleben.” Mascha Kranz ergänzte: “Belastend war die Ungewissheit, ob Prüfungen überhaupt stattfinden.” Nicht motivierend sei auch das alleinige Lernen ohne Austausch mit Mitschülern gewesen.

Und was nehmen die Schüler als positiven Einfluss aus dieser Zeit mit? “Die freie Zeiteinteilung”, waren sich Wiebke Welke und Josef Wazen einig. Das selbstbestimmte Lernen habe die Klassengemeinschaft untereinander gestärkt. “Wir haben uns gegenseitig geholfen und Wissen vermittelt, immer mit der Gewissheit, dass die Lehrkräfte im Hintergrund für Fragen bereitstehen und uns zusätzlich Sicherheit gaben.” Mascha Kranz: “Ganz klar die Wertschätzung für Dinge, wie Familie und Freunde. Man hat eine andere Sichtweise und intensivere Wahrnehmung erfahren.”

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