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Vierter Afrika-Sonntag der evangelischen St. Dionysius-Gemeinde in Bad Fallingbostel

Betroffene berichten über Fluchtgründe

Seit vielen Jahren unterstützt die Gemeinde einen pädagogischen Bauernhof in Bunji.red
Seit vielen Jahren unterstützt die Gemeinde einen pädagogischen Bauernhof in Bunji.red
BAD FALLINGBOSTEL - 20. August 2018 - 16:30 UHR - VON ALESSA HACHMEISTER

Am Sonntag, 26. August, feiert die evangelische St. Dionysius-Gemeinde ihren vierten Kongo-Sonntag. Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr mit dem Gottesdienst und der Vorstellung der neuen Hauptkonfirmanden. Der Gospelchor wird zu hören sein, und die Kongo-Gruppe berichtet über ihre Arbeit. Nach der Mittagspause mit Bratwürstchen und Salaten tritt ab 13 Uhr die Trommelgruppe “Trokiwa” aus Schwarmstedt in Aktion. Ab 14.15 Uhr geht es weiter mit dem Duo Pöllmann/Oehlerking und bekannten Folk- und Rocksongs. Sie sind inzwischen Stammgäste beim Kongo-Sonntag.

Bei Kaffee, Tee, kalten Getränken und Kuchen kann man von afrikanischen Geflüchteten etwas über ihre Fluchtgründe und Wege erfahren. Für die Kinder ist ein reichhaltiges Spiele- und Bastelprogramm vorgesehen.

Wie schon bei den vergangenen Afrika-Sonntagen wird die Gruppe viele selbst hergestellte Produkte zum Kauf anbieten. Die Bad Fallingbosteler Künstlerin Margit Thurow-Sämann stellt von Afrika inspirierte Mandalas und Bilder aus Limpopo in Südafrika aus.

Seit 16 Jahren unterstützen die Fallingbosteler das Flüchtlingshilfswerk PPSSP in Beni im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo. Der Förderschwerpunkt liegt dabei auf dem pädagogischen Bauernhof in Bunji, einem kleinen Dorf in der Nähe von Beni. Seit Anfang des Jahres musste dort der praktische Landwirtschaftsunterricht jedoch eingestellt werden, denn kriegerische Auseinandersetzungen im Raum Beni und die Entführung des Wachmanns haben die Arbeit auf dem Feld zu stark gefährdet. Die Gruppe hofft, dass sich die Lage nach den Präsidentschaftswahlen am 23. Dezember entspannen wird.

Dank der ausreichenden Anzahl an Dauerspendern und trotz der schwierigen Situation, können 35 Kinder, überwiegend Mädchen, weiterhin die Primarschulen besuchen. Angesichts der mangelhaften Bildungsmöglichkeiten im Kongo ist die Gruppe dankbar, pro Semester 980 Euro überweisen zu können. Ohne diese Unterstützung stünde den Kindern eine Zukunft als Haushaltshilfe, Viehhirte und schlimmstenfalls sogar als Bettler oder Taschendieb bevor. Alle Beteiligten, das Leitungsteam, die Eltern und vor allem die Kinder selbst sind dankbar für die Hilfe aus Bad Fallingbostel. Regelmäßig wird in Wort und Bild per E-Mail vom Lernfortschritt der Kinder berichtet.

Zur Enttäuschung der Gruppe können die kongolesischen Partner, Mwaka und Marthe Nasekwa und François Kiza, der Einladung zu diesem Festtag nicht folgen. Ihnen wurde - wie bereits auch im vergangenen Jahr - das Visum verweigert.

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