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Förderung für Anbau von Wildpflanzen

Biogasanlagen werden bunt

Die Grundlage für die Förderung des mehrjährigen Wildpflanzenanbaus legten zwei Forschungsprojekte .Foto: 3N Kompetenzzentrum/Johann Högemann
Die Grundlage für die Förderung des mehrjährigen Wildpflanzenanbaus legten zwei Forschungsprojekte .Foto: 3N Kompetenzzentrum/Johann Högemann
WALSRODE - 16. Juni 2021 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

Niedersachsen setzt als erstes Bundesland auf einen innovativen Ansatz zur Förderung von Artenvielfalt, Grundwasserschutz und Bodenqualität. Das Besondere am mehrjährigen Anbausystem: Die Wildpflanzen lassen sich ernten und zur Energiegewinnung in Biogasanlagen als Alternative zu Mais verwerten. Im Juni 2021 tritt nun die Richtlinie zur Förderung des mehrjährigen Wildpflanzenanbaus in Kraft, die die Neuansaat spezieller Wildstaudenmischungen mit dreijähriger Nutzung unterstützt.

Die Grundlage für die Förderung des mehrjährigen Wildpflanzenanbaus legten zwei Forschungsprojekte der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) und des 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen, Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie (3N), das auch einen Sitz in Bad Fallingbostel hat. Die Ergebnisse belegen neben den ökologischen Vorteilen für viele gefährdete Arten, dass der Anbau von mehrjährigen Wildpflanzen bei dem praktizierten Düngeregime zu einer Vermeidung von Nitratausträgen in das Grundwasser führt. Weitere Vorzüge können über die Bewertung der Fruchtfolgeleistung und den Humusaufbau festgestellt werden. Zusätzlich verhindert die ganzjährige Begrünung Bodenerosion.

In Niedersachsen werden 1662 Biogasanlagen betrieben. Auch im Heidekreis gibt es bereits Landwirte mit Erfahrungen zum mehrjährigen Wildpflanzenanbau. Die LJN und das 3N-Kompetenzzentrum begleiten die Umsetzung und bieten umfassende Informationen unter www.wildpflanzen-niedersachsen.de.

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