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Schuleingangsuntersuchungen im Heidekreis wieder aufgenommen / Rund 680 Kinder müssen untersucht werden

Bis Juli sollen alle Kinder untersucht sein

Viel zu tun: Die ausgesetzten Untersuchungen werden derzeit im Gesundheitszentrum an der Saarstraße in Walsrode nachgeholt.Foto: pixabay
Viel zu tun: Die ausgesetzten Untersuchungen werden derzeit im Gesundheitszentrum an der Saarstraße in Walsrode nachgeholt.Foto: pixabay
WALSRODE - 20. Mai 2020 - 18:00 UHR - VON REDAKTION

Um den Gesundheits- und Entwicklungsstand eines jeden Kindes im Schulalter zu erfassen und wenn nötig Behandlungs- und Fördermöglichkeiten zu nutzen, werden in Niedersachsen gesetzlich vorgeschriebene Schuleingangsuntersuchungen durchgeführt. Diese Untersuchungen werden von Ärztinnen und Ärzten der Finkelstein-Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Heidekreis-Klinikums Walsrode in enger Kooperation mit dem Gesundheitsamt durchgeführt.

Durch die Corona-Krise wurden diese Untersuchungen am 20. März ausgesetzt. Seit Anfang Mai finden die Schuleingangsuntersuchungen wieder statt, rund 680 Kinder müssen noch untersucht werden. Dr. Michael Abend, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin am Heidekreis-Klinikum: “Alle Kinder werden nun in Walsrode, im Gesundheitszentrum an der Saarstraße 16 untersucht. Dort können wir die Hygieneregeln umsetzen - und Eltern und Kinder werden nicht in das Krankenhausgeschehen, wo es immer noch ein Besuchsverbot gibt, gebracht. Wir setzen jetzt alles daran, dass wir bis Mitte Juli alle Kinder, die noch ein Schuleingangsuntersuchung benötigen, untersucht haben.”

Per Post eine persönliche Einladung

Alle Eltern bekommen per Post eine persönliche Einladung mit Termin zugeschickt oder werden telefonisch informiert. Falls Eltern keine Einladung erhalten haben, obwohl aus ihrem Schulbezirk anderen Eltern und Erziehungsberechtigte diese vorliegt, wird um eine Meldung unter (05161) 6021431 gebeten.

Eltern und Kinder desinfizieren sich bei einer Untersuchung ihre Hände am Eingang des Gesundheitszentrums. Jedes Kind darf nur von einer erwachsenen Person, die einen Mundschutz trägt, begleitet werden. Ist ein Kind an seinem Untersuchungstermin akut erkrankt oder leidet an einer Immunschwäche, rufen die Eltern oder Sorgeberechtigten zuvor im Sekretariat der Finkelstein-Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Heidekreis-Klinikum an. Auch die untersuchenden Ärztinnen und Ärzte tragen einen Mundnasenschutz. Flächen und Dinge, mit denen die Kinder im Untersuchungsbereich in Kontakt kommen, werden grundsätzlich nach jeder Untersuchung desinfiziert.

Unterlagen nicht vergessen

Es müssen Impfausweis, beziehungsweise Impfbescheinigungen, das gelbe Vorsorgeheft, eventuelle Befunde oder Arztberichte und die Brille, das Hörgerät, sofern benötigt, mitgebracht werden. Auch der ausgefüllte Vorbereitungsbogen der Eltern soll abgegeben werden. Rund eine Stunde Zeit muss für die Untersuchung eingeplant werden, bei Zwillingen müssen rund anderthalb Stunden kalkuliert werden. Die Teilnahme an der Schuleingangsuntersuchung ist übrigens auch vorgeschrieben, wenn die Eltern die Einschulung ihres Kindes ins Folgejahr verschieben möchten. Eltern müssen entgegen den Aussagen einiger Schulsekretärinnen noch kurzfristig Termine beim Kinderarzt wahrnehmen, um beispielsweise die Sprachentwicklung zu untersuchen, das vorhandene Vorsorgeheft und eventuell vorhandene Befunde genügen, um die Untersuchung vorzunehmen.

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