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Aktiv-Museum in Soltau wird auch Platz für Gruppen und Schulklassen bieten

Bleiläuse auf Eröffnungskurs

Selbstversuch: Landrat Manfred Ostermann durfte sich die Räume schon ansehen - und selbst drucken.Foto: Bleiläuse
Selbstversuch: Landrat Manfred Ostermann durfte sich die Räume schon ansehen - und selbst drucken.Foto: Bleiläuse
SOLTAU - 02. September 2021 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

Nach sieben Monaten für den Umbau der Räumlichkeiten nehmen die “Bleiläuse” im Endspurt Kurs auf die Eröffnung ihres Museums für Buchdruck in Soltau. Und einen ersten Besucher gab es schon: Landrat Manfred Ostermann begutachtete den Fortschritt im neuen Aktiv-Museum. Reinhard Riedel, erster Vorsitzenden des gemeinnützigen Vereins “Erlebniswerkstatt Buchdruck-Museum Soltau”, präsentierte Empfang, Setzerei, Veranstaltungs- und Druckbereich und die “Hingucker”, wie die graue Industriedecke mit der metallglänzenden Kabelrinne und den Industrieleuchten oder auch die Behinderten-Toilette mit ihrer Fliesenkunst. Reinhard Riedel und Renate Gerstel, Pressewartin der Bleiläuse, erläuterten auch das Museumskonzept. “Seitdem der Buchdruck Immaterielles Kulturerbe ist, sollen möglichst viele die alte Technik kennenlernen”, so der Hintergrund der Museumsidee. Nur so gerate die alte Kunst nicht in Vergessenheit. Die Einrichtung sei später für Gruppengrößen bis zu 24 Personen ausgelegt. So können auch Schulklassen das Museum besuchen.

Fritz van Rechtern, zweiter Vorsitzender, erklärte die alte Dingler-Kniehebelpresse von etwa 1845 und brachte den Heidelberger Tiegel aus den 1960er Jahren zum Laufen. Danach ging es für den Landrat ans Eingemachte: Er musste selbst ans Werk. Die Bleiläuse hatten dafür einen fertigen Satz auf der rund 80 Jahre alten Handabzugspresse präpariert. Papier und eine Pappe verdeckten ihn. Ohne zu wissen, was er druckte, machte sich Ostermann ans Werk. Dann lüftete Fritz van Rechtern das Geheimnis: eine Urkunde für Ostermanns kulturelles Engagement und seine Förderung der Bleiläuse seit 2015, vor allem, da die Aktiven zunächst nicht alle von ihrer Idee überzeugen konnten.

Neben Besuchern hoffen die Bleiläuse auch auf weitere Mitglieder. Informationen gibt es unter www.buchdruckmuseum-soltau.de/info-briefe/. Neben Spenden und Mitgliedsbeiträgen werden Umbau und Ausstattung auch öffentlich gefördert von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, der Leader-Region Hohe Heide und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (über den Lüneburgischen Landschaftsverband). Zudem finanziert die Aktion Mensch inklusive Elemente wie das Bodenleitsystem.

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