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Bauern zeigen mit Aktionswoche Einsatz für mehr Biodiversität auf Feldern

Blühende Landschaften

Christoph Becker und Sohn freuen sich: Diese Fläche, auf der vorher noch Roggen stand, wird in ein paar Wochen bunt blühen.Foto: Kristina Gehrdau-Schröder
Christoph Becker und Sohn freuen sich: Diese Fläche, auf der vorher noch Roggen stand, wird in ein paar Wochen bunt blühen.Foto: Kristina Gehrdau-Schröder
WIETZENDORF - 30. Mai 2020 - 07:00 UHR - VON REDAKTION

Landesweit engagieren sich Landwirte in zahlreichen Kooperationen mit Natur- und Wasserschutzverbänden für mehr Naturschutz, denn schließlich leben sie von und mit der Natur. Ob an Ufer-, Feld- und Wegrändern, auf Brachflächen oder Streuobstwiesen, Hecken oder Biotopen -- Niedersachsens Landwirte brachten 2019 auf fast 26.500 Hektar ein- oder mehrjährige Blühmischungen aus. Sie legten auf mehr als 5000 Hektar Blühstreifen an, weitere 23.000 Hektar lagen brach, um die Artenvielfalt zu erhöhen.

1000 Hektar Blühflächen angelegt

Auch das Kreislandvolk Lüneburger Heide und seine Landwirte sind mit dabei. Im Heidekreis sind so im vergangenen Jahr mehr als 1000 Hektar Blühflächen angelegt worden. In den vergangenen sieben Jahren wurde diese Fläche um etwa 35 Prozent gesteigert. Um den Lebensraum für Insekten und Niederwild, wie Hasen, Füchse und Fasane, zu fördern, wurden über 700 Hektar landwirtschaftliche Fläche brach gelassen.

Videos zum Thema “Artenvielfalt und Blühstreifen”

In einer digitalen Aktionswoche habend die Landwirte aus Niedersachsen zudem ihren Einsatz mit Bildern und Videos zum Thema “Artenvielfalt und Blühstreifen” gezeigt, um zu signalisieren, dass Artenvielfalt auch die Biodiversität steigert. Eine weitere Botschaft: Artenvielfalt wird gemeinsam gemacht. Naturschutz und Artenvielfalt sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, in die sich jeder Einzelne einbringen kann und sollte - ob im eigenen Garten, auf dem Balkon oder als Blühstreifen-Pate.

Ackerbauer und Schweinehalter Christoph Becker aus Wietzendorf hat in diesem Jahr ein Projekt gestartet, für das er mehr als 100 Blühpaten gewinnen konnte. Mit ihrer Unterstützung konnte er auf 1,9 Hektar eine große insektenfreundliche Blühfläche anlegen. Besonders wichtig war es ihm, einen großen Teil an einheimischem Saatgut zu verwenden. Gerade Wildbienen sind wirtsspezifisch und können von solchen Blühflächen stark profitieren. In einigen Wochen wird auf der Fläche in der Wietzendorfer Feldmark also eine bunte “Blühlandschaft” entstehen, über die sich nicht nur Insekten, sondern auch Naturliebhaber freuen.

Erfolge motivieren die Landwirte

Die in den vergangenen Jahren erzielten Erfolge motivieren die Landwirte, über die Agrarumweltmaßnahmen hinaus, zusätzliche Schritte zur Artenvielfalt zu ergreifen. Kampagnen wie “Bienenfreundlicher Landwirt” oder “Artenreiche Wegränder” sowie zahlreiche Vertragsnaturschutzmaßnahmen und die Teilnahme an vielen freiwilligen Naturschutzprojekten und -kooperationen mit Jägern, Imkern oder Wasserverbänden untermauern den Einsatz der niedersächsischen Landwirtschaft, damit es zukünftig noch mehr auf Feldern, Wiesen und in Gärten summt und brummt.

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