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Archäologischen Museums leiht Figur für Sonderausstellung aus

“Braut” kommt zurück

Auf Reisen: Die Puppe, die auch “Braut von Fallingbostel” genannt wird, ist derzeit nach Schöningen verliehen. Foto: AAG
Auf Reisen: Die Puppe, die auch “Braut von Fallingbostel” genannt wird, ist derzeit nach Schöningen verliehen. Foto: AAG
BAD FALLINGBOSTEL - 25. Oktober 2020 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

Seit Jahren stellt die Archäologische Arbeitsgemeinschaft (AAG) in ihrem Museum in Bad Fallingbostel ein bronzezeitliches Schmuckensemble (circa 3700 Jahre alt) aus, das aus einer im Jahr 1904 bei Sandsticharbeiten in Fallingbostel gefundenen Bestattung einer Frau stammt. Das Schmuckensemble besteht aus bronzenen Blechröllchen und Noppen, die an einer Stoffmütze getragen wurden, sowie aus verschiedenen Arm- und Halsreifen, ebenfalls aus Bronze, und einer Halskette aus Bernsteinperlen.

All dies ist auch aus anderen Frauengräbern entsprechender Zeitstellung in unserer Region und darüber hinaus bekannt. Herausragend ist jedoch eine Halskette aus einzelnen herzförmigen Bronzeanhängern, die zumindest in Niedersachsen, wenn nicht deutschlandweit, typologisch einmalig ist. Eine Replik des gesamten Schmuckensembles ist an einer Figur mit einer zeittypischen Tracht angebracht worden - der “Braut von Fallingbostel”.

Der Originalschmuck, seine Replik und die Puppe, sind bis Ende Februar 2021 für die Sonderausstellung “Bodenschätze - Geschichte(n) aus dem Untergrund 2.0, Fokus Niedersachsen” im Forschungs- und Erlebniszentrum Palaeon des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege in Schöningen ausgeliehen worden und können ab sofort dort bewundert werden. Die Sonderausstellung, so die Kuratoren “richtet sich an kleine und große Feldforscher und Schatzsucherinnen.” Sie verbinde spielerisch unterschiedliche Wissenschaftsfelder rund um Archäologie und Bodenkunde miteinander und bringe Antworten auf viele neugierige Fragen.

Zum Abschluss der Saison hat das Museum in Bad Fallingbostel am 31. Oktober ein letztes Mal im Jahr 2020 geöffnet. Der Eintritt ist frei, Spenden werden akzeptiert. Die “Braut von Fallingbostel” ist erst in der kommenden Saison, ab April 2021, wieder zu Hause.

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