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Die Leinenpflicht gilt in der freien Landschaft - und bitte keine jungen Wildtiere anfassen.

Brut- und Setzzeit: Hunde müssen an die Leine

Bis zum 15. Juli müssen Hundehalter ihre vierbeinigen Freunde in der freien Landschaft wieder an die Leine nehmen.Foto: Pixabay
Bis zum 15. Juli müssen Hundehalter ihre vierbeinigen Freunde in der freien Landschaft wieder an die Leine nehmen.Foto: Pixabay
WALSRODE - 02. April 2022 - 07:00 UHR - VON REDAKTION

Mit Beginn des Aprils gilt auch wieder die Leinenpflicht für alle Hunde in der freien Landschaft. Während der Brut- und Setzzeit bis zum 15. Juli sollen somit die Wildtiere vor Störungen geschützt werden. Deshalb sollten vor allem Hundehalter Rücksicht nehmen und ihre Hunde nicht frei herumlaufen lassen. Bodenbrüter wie Ente, Gans, Rebhuhn, Fasan, Kiebitz und Lerche beginnen jetzt ihr Brutgeschäft. Andere Tiere wie Rehe sind hochtragend und können bei einer auftretenden Gefahr nur noch schwer die Flucht ergreifen. Einige Tierarten wie Hasen oder Schwarzwild ziehen ihren Nachwuchs bereits groß.

Stöbernde Hunde können die brütenden, aufziehenden oder gebärenden Wildtiere stören und so die Nachkommen gefährden. Werden die bodenbrütenden Wildtiere aus ihren Nestern vertrieben, kann das Gelege auskühlen. Berührt ein Hund beim Stöbern den Nachwuchs, kann es passieren, dass dieser nicht mehr von der Mutter als eigenes anerkannt wird. Hunde müssen in der freien Landschaft daher an die Leine.

Dazu gehören nach Paragraph 33 des Niedersächsischen Waldgesetzes neben den Flächen des Waldes auch die der übrigen freien Landschaft, auch wenn die Flächen innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile liegen. Da viele frei lebende Tiere auch Parks und Grünanlagen, in denen keine allgemeine Leinenpflicht besteht, zur Aufzucht ihres Nachwuchses nutzen, sollten Hundehalter ihre vierbeinigen Freunde auch in innerstädtischen Bereichen nicht frei laufen lassen und besonders aufmerksam sein.

Die Jägerschaft Fallingbostel weist zudem auch noch auf einen weiteren Aspekt hin: Tiernachwuchs wird häufig tagsüber alleine gelassen. Solche scheinbar verlassene Jungtiere sollte man auf keinen Fall anfassen oder mitnehmen. Das Jungwild nimmt bei Kontakt sofort Menschengeruch an und wird von der Mutter nicht mehr angenommen.

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