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Partei protestiert entschieden gegen Schießstand-Sanierung

Bündnis 90/Die Grünen : “Monsterwall ist keine Lösung”

Kritisieren das Vorhaben in Krelingen scharf: Dr. Hans-Peter Ludewig für die Fraktion und Kreisvorstand Ellen Gause.Foto: Bündnis 90/Die Grünen
Kritisieren das Vorhaben in Krelingen scharf: Dr. Hans-Peter Ludewig für die Fraktion und Kreisvorstand Ellen Gause.Foto: Bündnis 90/Die Grünen
KRELINGEN - 23. April 2021 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

Die Planungen der Kreisjägerschaft, durch den Bau eines riesigen Walls mit kontaminiertem Boden die dringend notwendige Sanierung ihres Geländes durchzuführen, stoßen auf den entschiedenen Protest der Kreis-Grünen. “Verantwortliches Handeln von Naturschützern sieht anders aus”, so Ellen Gause, Sprecherin der Grünen im Heidekreis. Es sei unstrittig, dass auf dem Gelände des Schießstands in Krelingen eine Sanierung der mit Blei und anderen Stoffen verunreinigten Fläche erfolgen müsse. Es sei ein Umweltschaden entstanden, der so umweltfreundlich wie möglich behoben werden müsse, findet auch Lennard Lorenzen, Sprecher der Grünen. Die Grünen sind sich einig, dass der geplante “Monsterwall” aber keine solche Lösung sei, sondern eher ein Geschäftsmodell der Jägerschaft, die für den Schaden nicht aufkommen wolle.

In der Satzung der Krelinger Heide gGmbh stehe: “Zweck der Gesellschaft ist die Förderung des Sports (Sportschießen/jagdliches Sportschießen)”. Und obwohl ein Gerichtsurteil eindeutig besage, dass eine Beschränkung auf überwiegend jagdliches Ausbildungs- und Übungsschießen notwendig wäre, habe der Landkreis diese Beschränkung nie durchgesetzt und beabsichtige das auch in Zukunft nicht, so der Vorwurf der Grünen. So gehe es aus der Antwort von Landrat Manfred ostermann auf eine Anfrage der Grünen hervor.

Noch viel skandalöser sei es aber, dass auch in Zukunft jegliche Verantwortung für einen möglichen Rückbau oder entstehende Schäden auf die Bevölkerung abgewälzt werden solle. Werde dem Ansinnen der Jägerschaft stattgegeben, müsse die Öffentlichkeit eventuell schon in wenigen Jahren viele Millionen Euro aufwenden, weil weder die Schießstand Krelingen gGmbh noch die Jägerschaft Fallingbostel eine Rückbaubürgschaft erbringen könne bzw. wolle. Würde der Landkreis diese Bürgschaft erbringen wollen, müsste das im Kreishaushalt dargestellt und vom Innenministerium genehmigt werden. Das wolle man umschiffen, indem der Verzicht auf Sicherheitsleistungen von der Politik beschlossen werde, und das schon im Mai. “Das wäre ein Skandal, den die Grünen nicht mittragen”, sind sich Ellen Gause, Lennard Lorenzen und Dr. Hans-Peter Ludewig (Sprecher der Kreistagsfraktion der Grünen) einig.

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