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Satzungsänderung einstimmig beschlossen: Gemeinnützigkeit wird angestrebt,2020 keine Veranstaltungen mehr

Burghof: Neuer Vorstand nimmt Arbeit auf

Der neue Burghof-Vorstand (von rechts): Manfred Edwin Daube (Schriftführer), Ricarda Meyn (2. Vorsitzende), Ute Dunker (1. Vorsitzende), Helga Meyer (Kassenwartin), Werner zum Berge (Beisitzer), mit Kulturkoordinatorin Gudrun Fischer-Santelmann (ganz links). Foto: Burghof-Verein
Der neue Burghof-Vorstand (von rechts): Manfred Edwin Daube (Schriftführer), Ricarda Meyn (2. Vorsitzende), Ute Dunker (1. Vorsitzende), Helga Meyer (Kassenwartin), Werner zum Berge (Beisitzer), mit Kulturkoordinatorin Gudrun Fischer-Santelmann (ganz links). Foto: Burghof-Verein
RETHEM - 24. September 2020 - 14:29 UHR - VON REDAKTION

Eigentlich hätte die jährliche Mitgliederversammlung schon im März stattfinden sollen, doch aufgrund der Corona-Pandemie trafen sich die Mitglieder des Burghof-Vereins erst am Dienstagabend im Rethemer Burghof. Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Abstimmung über die Satzungsänderung (und die damit einhergehende Gemeinnützigkeit), die vom Vorstand in den vergangenen Monaten akribisch vorbereitet worden war. Hintergrund: Der Betriebsführungsvertrag zwischen Burghof-Verein und der Stadt Rethem war bereits zum Jahresende 2018 ausgelaufen.

In Zukunft werden Burghof und Burghofgelände durch die Stadt Rethem vermarktet

Am 30. Juni 2019 wurden schließlich die betrieblichen Belange des Burghofes, um die sich zuvor der Burghof-Vorstand sowie die jeweiligen Geschäftsführer gekümmert hatten, von der Stadt Rethem übernommen. Viele Gespräche zwischen Burghof-Verein, Rat und Stadt seien geführt worden, erläuterte Vorsitzender Frank Leverenz. “Durch die Aufhebung des Vertrages hatten wir keine andere Möglichkeit, als uns von unserem langjährigen Mitarbeiter Uwe Becker zu trennen”, bedauerte Leverenz und sprach dem ehemaligen Hausmeister seinen großen Dank aus. In Zukunft werden Burghof und Burghofgelände durch die Stadt Rethem gewartet, gepflegt und vermarktet - wichtig sei, das Gebäude mit Leben zu füllen. Bei kulturellen Veranstaltungen komme auf die ehrenamtlichen Helfer nun sehr viel mehr Arbeit zu.

Bis mindestens Ende 2020 keine Veranstaltungen

Während der Versammlung stimmten die anwesenden Mitglieder einstimmig über die Satzungsänderung ab, sodass es dem Burghof-Verein nun möglich ist, die Gemeinnützigkeit anzustreben und damit zukünftig auch Spenden einzuwerben. Finanziell gesehen erzielte der Verein im Jahr 2019 einen kleinen Überschuss. Durch die Pandemie “weist die Halbjahresbilanz zurzeit mehr Ausgaben als Einnahmen auf”, so Leverenz. Doch die gesetzlichen Auflagen, die eingehalten werden müssten, um Veranstaltungen überhaupt stattfinden zu lassen, “sind aus unserer Sicht gerade vom Ehrenamt nicht oder nur sehr schwer leistbar”, betonte der Vorsitzende. Deshalb habe der Vorstand beschlossen, bis mindestens Ende 2020 keine Veranstaltungen stattfinden zu lassen. Auch das beliebte Silvester-Feuerwerk müsse ausfallen, sofern die Auflagen nicht gelockert würden.

Schwierig, für 2021 zu planen

Kulturkoordinatorin Gudrun Fischer-Santelmann berichtete in ihrem Rückblick von vielen begeisternden Burghof-Veranstaltungen im Jahr 2019, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Mit zahlreichen Fotos gab sie einen Überblick über die Bandbreite des vielfältigen Angebots, das sowohl von Gästen aus der Samtgemeinde als auch weit darüber hinaus genutzt werde. “Viele beneiden uns um unser tolles Veranstaltungsgebäude”, berichtete sie. Seit Mitte März dieses Jahres habe sie wegen der Pandemie allerdings alle Veranstaltungen im Burghof absagen müssen.

Trotz regen Austauschs mit den Künstlern sei es schwierig, für 2021 zu planen. In einer Online-Umfrage habe sich herauskristallisiert, dass viele schon darauf warten, dass es wieder losgehe im Burghof. “Doch wie soll ich die Gagen der Künstler zahlen, wenn sehr viel weniger Publikum zugelassen ist?”, gab die Kulturkoordinatorin zu bedenken. Ideen von Picknick-Konzert bis “Doppelkonzert” oder “Kunst vom Balkon” gebe es viele, allerdings benötige man sehr viele Helfer, um die Hygienestandards umzusetzen.

In Sachen “Steinzeithöhle” im Gewölbe wandte sich Vereinsmitglied Bernd Vahldiek an die Versammlung: Er wünsche sich, dass die Beleuchtung und Computeranimation “wieder gangbar gemacht werden”. Ansprechpartner in Sachen Sanierung der Höhle ist in diesem Fall die Stadt Rethem.

Ute Dunker neue erste Vorsitzende

Ein weiterer Tagesordnungspunkt sah Wahlen vor: Sowohl Vorstandsmitglied Ingo Lauchstädt als auch der erste Vorsitzende Frank Leverenz schieden aus. Rückblickend sei es eine sehr erfolgreiche Zeit gewesen, in der Teamarbeit wichtig gewesen sei, blickte Leverenz zurück.

Nach einstimmiger Wahl ergibt sich die folgende Zusammensetzung des Vorstandes: Ute Dunker (erste Vorsitzende), Ricarda Meyn (zweite Vorsitzende), Manfred Edwin Daube (Schriftführer), Helga Meyer (Kassenwartin) und Werner zum Berge (Beisitzer). Abschließend hob die neue Vorsitzende Ute Dunker hervor, sie sehe das kommende Jahr als “Probejahr”, um zu sehen, wie es in Sachen Zusammenarbeit mit der Stadt laufe. Sie stehe der Entwicklung positiv gegenüber.

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