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Carsten Büttinghaus im Gespräch mit HKK-Geschäftsführer Dr. Achim Rogge - Aufruf zur Wahl am Sonntag

CDU-Bundestagskandidat Büttinghaus für Klinik-Neubau

Moderne Infrastruktur notwendig: Nach einem Treffen mit den Initiatoren des Bürgerbegehrens tauschte sich Carsten Büttinghaus (rechts) auch mit dem Geschäftsführer des Heidekreisklinikums aus, Dr. Achim Rogge, aus. Foto: Büro Büttinghaus
Moderne Infrastruktur notwendig: Nach einem Treffen mit den Initiatoren des Bürgerbegehrens tauschte sich Carsten Büttinghaus (rechts) auch mit dem Geschäftsführer des Heidekreisklinikums aus, Dr. Achim Rogge, aus. Foto: Büro Büttinghaus
WALSRODE - 15. April 2021 - 05:00 UHR - VON REDAKTION

In einem umfangreichen und mehrstündigen Gespräch zwischen dem Geschäftsführer des Heidekreis-Klinikums (HKK), Dr. Achim Rogge, sowie der Unternehmenssprecherin Nina Bernard mit dem Bundestagskandidaten der CDU, Carsten Büttinghaus, wurde über den aktuellen Stand und die weitere Planung für das HKK gesprochen - und über den am Sonntag, 18. April, anstehenden Bürgerentscheid. Büttinghaus erklärte in einer Pressemitteilung, dass es nach einem Gespräch mit den Initiatoren des Bürgerbegehrens für ihn selbstverständlich gewesen sei, auch mit Dr. Rogge über die aktuellen Erfordernisse, das Planungsverfahren und die Zukunftsprognose zu sprechen. Nur wer sich intensiv mit diesen Fragen befasse, könne letztlich eine Entscheidung treffen. Zudem habe er sich auch den im Internet abrufbaren Bericht der Enquete-Kommission genau durchgelesen. Sein Fazit: “Ich stelle einen Klinik-Neubau nicht in Abrede.”

Natürlich müsse jede Chance genutzt werden, den Heidekreis medizinisch gut aufzustellen. Damit dieses Projekt allerdings eine langfristige Zukunft habe, müssten die großen, zusammenhängenden Probleme im Bund dringend gelöst werden: Eine Reform des Gesundheitswesens - wie das komplizierte Abrechnungsverfahren - sei unabdingbar und müsse parallel laufen beziehungsweise vorangetrieben werden.

Gespräche mit Personal und Dr. Rogge

Büttinghaus habe auch die Stimmung bei einigen in den Krankenhäusern arbeitenden Ärzten und beim Krankenpflegepersonal “abgeklopft” und festgestellt, dass sich das Personal nicht vornehmlich Gedanken über die finanzielle Lage des Kreises mache. Aber nach fast 50-jährigem Bestand der Gebäude gehe die Tendenz deutlich zum Neubau. Arbeitsabläufe, Ausstattung, Hygiene und eine Infrastruktur der kurzen Wege seien entscheidend. Auch der Blick Dr. Rogges als professioneller und kompetenter Manager “von außen” habe ihn beeindruckt, so Büttinghaus weiter. Und er sagt ganz deutlich: “In das Verfahren um die Standortauswahl durch das Gutachten habe ich Vertrauen.” Darüber hinaus empfinde er selbst keine geopolitischen Befindlichkeiten. Den damaligen mehrheitlichen Kreistagsbeschluss habe er zur Kenntnis genommen und akzeptiert - “eine Formalie”.

Lehnt jede politische Ideologisierung ab

Der geopolitische Grabenkampf zwischen Nord und Süd sei bekannt und alt. Er sei aber nicht sein Kampf, vielmehr empfinde er ihn als befremdlich, so Büttinghaus weiter. Auch in vielen Bürgergesprächen sei das die überwältigende Mehrheit der Rückmeldung. Bei allen Rufen nach Bürgerbeteiligung müsse klar sein, dass es sich um ein sehr komplexes und aufwendiges Projekt handele, das neben allen aktuellen Daten auch die künftige Entwicklung vor Ort, aber auch im Gesundheitswesen ganz generell berücksichtigen muss - bis hin zu fortschreitender Digitalisierung und dem Einsatz künstlicher Intelligenz im Krankenhaus.

Carsten Büttinghaus lehnt zudem jede politische Ideologisierung ab: Es seien auf beiden Seiten Fehler gemacht worden, die sich nicht wiederholen dürften, mahnte er mit Blick auf Äußerungen in Sozialen Medien, die nicht von einer guten Kinderstube zeugten. Daher ruft er alle Beteiligten zu sachlicher Professionalität auf, genau der Art, die er im Gespräch mit Dr. Rogge erlebt habe. Es sei zudem wichtig, die Fragestellung im Bürgerbegehren richtig zu lesen und zu verstehen. Ein Zerreißen der Kreispolitik sehe er indes nicht, der politische Streit sei vielmehr der “Puls der Demokratie”.

Gut informieren und mitbestimmen

Der Heidekreis brauche ohne jeden Zweifel eine moderne Infrastruktur. Die bisherigen Häuser könnten den Anforderungen der Zukunft bald nicht mehr gerecht werden. Das sei unstrittig und allen Beteiligten klar. “Lassen Sie uns die große Schnittmenge beider ‚Lager‘, den Wunsch nach einer modernen und guten medizinischen Versorgung auf dem Land dazu nutzen, eine realisierbare und tragfähige Lösung zu finden. Ohne Lokalproporz und für alle Menschen der Region gleichermaßen.” Diese Verantwortung hätten nun die die Bürgerinnen und Bürger im Heidekreis - ein demokratisches Recht, aber auch eine gewissenhafte Pflicht. “Informieren Sie sich daher gut und gehen Sie zur Wahl. Sie bestimmen die Zukunft unserer Heimat mit.”

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