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Die Stauhelfer der Johanniter ziehen Bilanz und verabschieden sich in die Winterpause

Corona, Waldbrand und Stauhilfe

Die Stauhelfer der Johanniter kommen in diesem Jahr auf 31.740 gefahrene Kilometer und rund 1089 Stunden ehrenamtlich geleisteter Arbeit. Foto: Johanniter-Unfall-Hilfe
Die Stauhelfer der Johanniter kommen in diesem Jahr auf 31.740 gefahrene Kilometer und rund 1089 Stunden ehrenamtlich geleisteter Arbeit. Foto: Johanniter-Unfall-Hilfe
SCHWARMSTEDT - 08. November 2020 - 10:00 UHR - VON REDAKTION

Es war eine besondere Saison für die Stauhelfer der Johanniter im Regionalverband Niedersachsen Mitte. Bedingt durch die Corona-Pandemie konnten die ehrenamtlichen Helfer nicht wie sonst mit Beginn der Osterferien, sondern erst am Himmelfahrtswochenende am 21. Mai starten. “Nichtsdestotrotz hatten wir bis zum Saisonende nicht weniger zu tun”, bilanziert Thomas Rauch, Leiter der Motorradstaffel im Ortsverband Aller-Leine. Gemeinsam mit den Kollegen der Motorradstaffel im Ortsverband Wasserturm kommen die Stauhelfer in diesem Jahr auf 270 Hilfeleistungen (Erstversorgung, Lagemeldung nach Unfall, Absicherung einer Unfallstelle), 31.740 gefahrene Kilometer und rund 1089 Stunden ehrenamtlich geleisteter Arbeit. 2019 waren es 800 Hilfeleistungen, 50.090 Kilometer und 1799 Stunden.

Zu einem besonderen Einsatz kam es in der Nacht vom 12. auf den 13. August. Die Stauhelfer beider Staffeln unterstützten mit fünf Motorrädern Feuerwehr und Polizei bei einem großflächigen Waldbrand an der A 7 bei Schwarmstedt. Die Johanniter nutzten den Rasthof Allertal als Getränkelager und verteilten bis zum frühen Morgen rund 1500 Wasserflaschen an im Stau stehende Autofahrer. “Mit den wendigen Motorrädern kamen wir gut durch”, erinnert sich Thorsten Renken, Fachberater Motorradstaffeln im Landesverband Niedersachsen/Bremen. So konnten die Johanniter auch mehrfach Erstversorgung bei entkräfteten Autofahrern leisten und sie entgegen der Fahrtrichtung aus dem Stau herausleiten.

Corona: Im Frühjahr war unklar, wie sich die Pandemie auf den innerdeutschen Reiseverkehr auswirken würde. “Zu Beginn war die Lage noch verhältnismäßig ruhig, das änderte sich aber mit dem Herbst”, stellt Thomas Rauch fest. Dem Verkehrsaufkommen und den mitunter darin feststeckenden Menschen sei nach dem Lockdown im März/April die Lust auf eine Auszeit und ein paar Tage weg von zu Hause anzumerken gewesen. Ebenso wie die meisten Autofahrer hielten auch die Stauhelfer sich bei ihren Einsätzen an die geltenden Hygieneregeln und gingen in jedes Gespräch mit einem Mund-Nasen-Schutz.

Positiv wirkte sich in dieser Saison die Entscheidung aus, den Stauhelfer-Dienst verlässlich an jedem Wochenende von Freitag bis Sonntag anzubieten. Thomas Rauch: “Im Ortsverband Aller-Leine haben wir aktuell elf aktive Helfer und zwei Motorräder.” Alle Helfer versehen ihren Dienst ehrenamtlich, die Einsätze sind für die zu versorgenden Personen, die Kommunen und die Polizei kostenfrei. Die Ehrenamtlichen investieren viel Freizeit in ihre Einsätze, aber auch die Wartung der Maschinen in den jetzt anstehenden Wintermonaten. Der Unterhalt der Motorräder, die Ausstattung der Fahrer und das technische sowie medizinische Material werden über Spenden finanziert.

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