Lokales

/lokales/das-aelteste-tier-ist-54-jahre-alt_10_111654538-21-.html/ / 1

Zahl der Tiere im Erlebnis-Zoo Hannover ist im Vergleich zu 2017 um 131 gestiegen

Das älteste Tier ist 54 Jahre alt

Nicht nur gezählt, sondern auch gewogen werden die Tiere bei der Inventur, hier Fuchsmanguste Rufus auf der Waage mit Ilona Wichmann.Foto: Erlebnis-Zoo Hannover
Nicht nur gezählt, sondern auch gewogen werden die Tiere bei der Inventur, hier Fuchsmanguste Rufus auf der Waage mit Ilona Wichmann.Foto: Erlebnis-Zoo Hannover
HANNOVER - 28. Januar 2019 - 12:41 UHR - VON REDAKTION

Die Pfleger der Tiger oder Flusspferde haben es im Erlebnis-Zoo Hannover bei der Inventur naturgemäß einfacher als die Betreuer der freifliegenden Vögel im Urwaldhaus oder der nie ruhenden Karpfen im Hippo-Pool. Weil sie pausenlos unterwegs sind, werden die Vögel nach ausgeklügelten Methoden geschätzt: Sie werden stundenlang an ihrer Futterstelle beobachtet. Die Anzahl der dort pickenden Vögel wird später hochgerechnet. Die Fische dagegen werden einmal im Jahr gezählt, wenn das Wasser zur Reinigung der Becken abgelassen wird.

Nur die Blattschneider-Ameisen, die bergauf-bergab durch ein meterlanges Röhrenlabyrinth krabbeln, und die Honigbienen in ihren Stöcken auf Meyers Hof werden nicht einzeln gezählt - sie gelten jeweils als ein Volk, also ein Tier (würden sie gezählt, hätte der Zoo weit über 100.000 Tiere im Bestand).

Die Zahlen vergleichen die Zoologen schließlich mit den Aufzeichnungen des gesamten Jahres. Jeden Tag halten die Tierpfleger schriftlich fest, ob ein Tier geboren, verstorben, ab- oder zugereist ist. Die täglich ermittelten Zahlen werden von den Zoologen erst handschriftlich in das Tierbestandsbuch eingetragen und dann in den Computer übertragen. Das Ergebnis der Jahresabschlusszählung wird schließlich mit den Computeraufzeichnungen verglichen. Fehlt ein Tier, wird noch einmal neu gezählt.

Im Vergleich zum Vorjahr leben genau 131 Tiere mehr im Erlebnis-Zoo. Neu hinzugezogen sind unter anderem die Bentheimer Schweine auf Meyers Hof, zwei Schneeeulen für die neue Voliere in Yukon Bay, Giraffenkuh Niobe am Sambesi, ein Drillweibchen in Afi Mountain sowie die flinken Domino- und Totenkopfschaben in der Showarena.

Der Abschluss der tierischen Inventur ist der lückenlose Jahresbericht, den die Zoo-Kuratoren in mühevoller Kleinarbeit zusammenstellen. Dieser Jahresbericht wird an den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz sowie an den Gesellschafter des Zoos und an das Veterinäramt übermittelt. Auf diese Weise ist jedes Tier von Ameise bis Zebra “aktenkundig”.

Doch bei der tierischen Inventur wird nicht nur gezählt: Vergleichswerte und wissenschaftliche Erkenntnisse ergeben sich auch aus dem Wiegen und Messen diverser Arten. Die Zahlen geben Aufschluss über die Entwicklung der Tiere.

Das größte Tier im Erlebnis-Zoo ist Giraffenkuh Niobe, die 4,40 Meter hoch ist, das kleinste eine Blattschneider-Ameise mit nur 0,3 Zentimetern Länge. Elefantenkuh Indra bringt als schwerstes Tier 3,2 Tonnen auf die Waage. Das älteste Tier ist Schimpanse Max mit 54 Jahren, das jüngste ein Kamerunschaf, das am 25. Dezember geboren wurde.

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.
Diese Beitragsdiskussion wird moderiert. Die Redaktion behält sich das Recht vor, eingereichte Kommentare zu löschen, wenn diese gegen den Verhaltenscodex verstoßen. Ihr Kommentar sowie Ihr vollständiger Name werden in der Beitragsdiskussion veröffentlicht. Einzelne Kommentare können zur Veröffentlichung in der Walsroder Zeitung verwendet werden.
Lesen, was gefragt ist. Wissen, was gemeint ist.
Mit WZ+ die volle Artikelvielfalt erleben. Von Heidjern, für Heidjer.