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Im Zuge der Schutzgebietsausweisung: Zusammenarbeit im Natur- und Landschaftsschutz vereinbart

Deichverbände kooperieren

Kooperationsvereinbarung für Deichverbände vereinbart: Hinter dem Beschluss stehen (von links) Rüdiger Göbbert (Kirchwahlingen-Rethem), Klaus Poppe (Frankenfeld-Hedern), Dieter Orlovius (Bosse), Gregor Scheppelmann (Bierde-Eilte). Foto: privat
Kooperationsvereinbarung für Deichverbände vereinbart: Hinter dem Beschluss stehen (von links) Rüdiger Göbbert (Kirchwahlingen-Rethem), Klaus Poppe (Frankenfeld-Hedern), Dieter Orlovius (Bosse), Gregor Scheppelmann (Bierde-Eilte). Foto: privat
RETHEM - 01. Juli 2020 - 22:00 UHR - VON REDAKTION

Pünktlich zur Beschlussfassung des Kreistages über die Schutzgebietsausweisung Aller-Leine-Tal haben die vier Deichverbände Bierde-Eilte, Bosse, Kirchwahlingen-Rethem und Frankenfeld-Hedern vereinbart, in Belangen des Natur- und Landschaftsschutzes in ihren Verbandsgebieten zu kooperieren. Die Kooperation erfolgt im Vorgriff auf die Gründung des Beteiligungs- und Pflegeverbandes.

Vier Verbände des Aller-Leine-Tals

Die vier Verbände des Aller-Leine-Tals repräsentieren nach eigenen Angaben rund 2700 Hektar Verbandsgebiet, das entspricht mehr als der Hälfte der Fläche des Schutzgebietes Aller-Leine-Tal (5000 Hektar). Die Kooperationsgemeinschaft nehme im öffentlichen Interesse liegende Aufgaben wahr, indem sie naturschutzfachliche und -rechtliche Aufgaben der Einzelverbände bündele und bearbeite. Dies erfolge in den jeweiligen Verbandsgebieten und umgebenden Pufferzonen.

Die Kooperationsgemeinschaft sei daher als Vertreterin der Einzelverbände als Träger öffentlicher Belange vom Landkreis Heidekreis in alle naturschutzfachlichen Aktivitäten in den betreffenden Räumen einzubeziehen und zu beteiligen. Dies gelte besonders für Regelwerke des Naturschutzes und Raumentwicklung sowie für den laufend zu entwickelnden Managementplan.

Fördermittel für Umwelt- und Naturschutzprojekte

Darüber hinaus werbe die Kooperationsgemeinschaft Fördermittel für Umwelt- und Naturschutzprojekte ein und setze diese Projekte - auch begleitend - um. Dabei werde die Kooperationsgemeinschaft in ihrem Verbandsgebiet die wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder wahren und das Verbandsgebiet nach Regeln der naturschutzfachlichen Erkenntnisse sowie im Sinne eines nachhaltigen sozioökologischen Systems entwickeln. Dies erfolge maßgeblich mit den Akteuren der Region. Das Motto laute: “Aus der Region - für die Region.”

Die Gebietskörperschaft der Deichverbände bilde einen Querschnitt der lokalen Bevölkerung ab. Sie biete damit Voraussetzungen für ein hohes Maß an Akzeptanz vor Ort und die Einbindung lokalen Sachverstands. Ferner sei der direkte Bezug zu den Eigentümern und Bewirtschaftern von Flächen in den Verbandsgebieten und Pufferzonen gegeben.

Beste Voraussetzungen

Diese Kooperationsvereinbarung werde bei Gründung und Rechtskraft des Beteiligungs- und Pflegeverbandes (BPV) der Aller-Böhme-Region von ihm abgelöst. Bis dahin entwickelte Aktivitäten (Verträge, Vereinbarungen und Sonstiges) würden dann auf den BPV übertragen. “Wir freuen uns, wenige Tage nach Verabschiedung der Schutzgebietsausweisung Aller-Leine-Tal einen Verbände-Zusammenschluss zur Pflege des Gebietes präsentieren zu können”, so die beteiligten Verbandsvorsitzenden Rüdiger Göbbert, Klaus Poppe, Dieter Orlovius und Gregor Scheppelmann. “Wir stehen für die Ausgestaltung des Gebietsmanagements bereit und bieten als Körperschaft des öffentlichen Rechtes beste Voraussetzungen im Sinne der Raumwirksamkeit.”

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