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Freundeskreis Wünninghof organisiert “Tag des bedrohten Denkmals” - Weiter Hoffnung auf den Erhalt des Gebäudes

Denkmaltag: Erinnerungen und Empörung

600-jährige Geschichte: Besucher beim “Tag des bedrohten Denkmals” am Wünninghof. red
600-jährige Geschichte: Besucher beim “Tag des bedrohten Denkmals” am Wünninghof. red
OSTENHOLZ - 15. September 2018 - 18:00 UHR - VON REDAKTION

Von Brombeeren umrankt und von zerstörten Fenstern geprägt macht das alte Saalgebäude des Wünninghofes in Ostenholz einen verwunschenen bis verwahrlosten Eindruck. Die älteren Besucher geraten anlässlich des “Tages des bedrohten Denkmals” beim Anblick ins Schwärmen. “Der Saal wurde mit vielen Kohleöfen beheizt, und dann führten wir Ostenholzer Schüler dort die Weihnachtsspiele auf”, erinnert sich ein älterer Herr. “Im Saal gibt es einen Schwingboden. Da haben wir so manche Nacht durchgetanzt”, berichtet eine ältere Dame begeistert aus ihren Jugenderinnerungen.

Die zahlreichen Anekdoten der Gäste, die den Hof noch aus besseren Zeiten kannten, bereicherten die Führungen, auf die Arne Hilbich vom Freundeskreis Wünninghof die Besucher in die über 600-jährige Geschichte des Hofes mitnahm.

Wenn das Thema jedoch von der Vergangenheit zur Gegenwart des Wünninghofes kam, wich die Begeisterung der Besucher meist ungläubigem Kopfschütteln. Die Tatsache, dass die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) den traditionsreichen Hof weiterhin abreißen will, stieß auf großes Unverständnis bei den Anwesenden.

Für Empörung sorgte bei vielen Gästen auch die Rolle des Denkmalschutzes. Wie bereits in den 1980er Jahren lehnt das Landesamt für Denkmalpflege aktuelle Anträge des Freundeskreis Wünninghof ab, den Hof unter Denkmalschutz oder wenigstens Ensembleschutz zu stellen - trotz der Auffassung von Experten, dass der Hof sehr wohl denkmalwürdig sei. Diesbezüglich fordert der Freundeskreis eine erneute Prüfung durch die Behörden.

Bei Kaffee und Kuchen äußerten viele Besucher die Hoffnung, dass es nicht ihr letzter Besuch an diesem schönen Gebäude gewesen ist. Die Hoffnungen ruhen derzeit auf einer von der BIMA in Aussicht gestellten Prüfung der Verwendung von LEADERplus-Fördermitteln zur Sanierung.

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