Lokales

/lokales/der-sturm-nach-der-ruhe_10_111678090-21-.html/ / 1

Weltfilmclub: Eine Begegnung mit Flüchtlingen in höchster Not

Der Sturm nach der Ruhe

Der Weltfilmclub präsentiert am 12. März im Walsroder Capitol-Theater den Film “STYX”.red
Der Weltfilmclub präsentiert am 12. März im Walsroder Capitol-Theater den Film “STYX”.red
WALSRODE - 09. März 2019 - 11:00 UHR - VON REDAKTION

Am kommenden Dienstag, 12. März, um 20.15 Uhr zeigt der Weltfilmclub im Walsroder Capitol-Theater den Film “STYX”.

Inhalt: Rike (Susanne Wolff) ist Notärztin in Köln. In ihrem Urlaub möchte sie alleine mit ihrer zwölf Meter langen Yacht Asa Gray auf den Spuren von Charles Darwin von Gibraltar aus nach Ascension segeln. Britische Botaniker haben die Vulkaninsel im Südatlantik vor 170 Jahren bepflanzt und so ein einzigartiges Ökosystem erschaffen, das sich bis heute selbst erhält und reproduziert.

Einhandsegeln passt zu Rike, sie ist selbstsicher, professionell und kontrolliert. Keine Abenteurerin, sondern eine Frau, die gern allein ist und in Erfahrung bringen möchte, was es mit Darwins paradiesischem Eiland auf sich hat. Auf ihrer Tour wird sie von einem Containerschiff in ihrer Nähe darüber informiert, dass sie sich auf ihrer Route auf einen schweren Sturm mit starkem Regen einstellen muss. Ihr wird aber in jedem Fall Unterstützung zugesagt.

Nach dem heftigen nächtlichen Unwetter entdeckt sie in der Nähe einen havarierten und hoffnungslos überladenen Trawler. Mehrere Dutzend Menschen drohen zu ertrinken, sie winken und rufen in Richtung ihres Bootes. Rike versucht vergeblich, das Boot per Funk zu kontaktieren, anschließend bemüht sie sich, Rettung zu organisieren. Vom Kapitän des Containerschiffes erhält sie die Mitteilung, dass dessen Reederei jede Beteiligung an der Seenotrettung von Flüchtlingen verboten habe. Die Küstenwache sagt ihr, sie soll sich fernhalten und verspricht Hilfe. Die Zeit drängt, es geht ums physische Überleben für jene auf dem leckgeschlagenen Schiff und ums moralisch-ethische für Rike auf ihrem eleganten und komplett ausgestatteten Segler. Als Ärztin und Seglerin will sie helfen, kann aber nicht alle an Bord holen, weil ihr Boot dafür zu klein ist und auch sinken würde. Und das Dilemma wird keineswegs geringer, als sie den Jungen Kingsley, der in seiner Verzweiflung den Sprung ins Wasser wagte, vor dem Ertrinken rettet.

Susanne Wolff, fast stumm, fast ohne Gegenüber, ist die eine Sensation in diesem Film. Die andere ist, wie es Regisseur Wolfgang Fischer gelingt, die Begegnung mit Flüchtlingen in höchster Not in einer Geschichte sichtbar zu machen, die pures Kino ist - Bewegung, Geräusch, Licht und eine Figur, deren Welt auseinanderbricht.

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.
Diese Beitragsdiskussion wird moderiert. Die Redaktion behält sich das Recht vor, eingereichte Kommentare zu löschen, wenn diese gegen den Verhaltenscodex verstoßen. Ihr Kommentar sowie Ihr vollständiger Name werden in der Beitragsdiskussion veröffentlicht. Einzelne Kommentare können zur Veröffentlichung in der Walsroder Zeitung verwendet werden.