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Niedersächsische Landesforsten registrieren deutlich mehr Menschen - doch das bringt auch Probleme mit sich

Der Wald zieht vermehrt Besucher an

Besonderer Ruhepol: Nicht nur im Winter hat der Wald einen gewissen Zauber, auch zu anderen Jahreszeiten zieht es viele in das Naturareal. Fotos: Niedersächsische Landesforsten
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Besonderer Ruhepol: Nicht nur im Winter hat der Wald einen gewissen Zauber, auch zu anderen Jahreszeiten zieht es viele in das Naturareal. Fotos: Niedersächsische Landesforsten
BISPINGEN - 11. Februar 2021 - 16:00 UHR - VON REDAKTION

Seit Beginn der Corona-Krise und den damit verbundenen Kontakteinschränkungen stellen die Forstleute des Forstamtes Sellhorn bei Bispingen ein deutlich erhöhtes Besucheraufkommen in den Wäldern fest. Das Niedersächsische Forstamt Sellhorn bewirtschaftet rund 13.000 Hektar Wald und 700 Hektar landwirtschaftliche Flächen. Zusätzlich betreut das Forstamt 520 Hektar Genossenschaftswälder. Mit der Lage der Waldflächen des Forstamtes Sellhorn in der Nachbarschaft zu den Ballungsräumen Hamburg, Lüneburg, dem touristischen Schwerpunkt Lüneburger Heide und dem Regional-Park Rosengarten kommt der Erholungsnutzung eine besondere Bedeutung zu. Dabei sei die gleichberechtigte Berücksichtigung aller Freizeitnutzungen von der ruhigen Waldwanderung über das Reiten und Kutschenfahrten bis hin zum Mountainbiking eine besondere Herausforderung.

Der Wald wird als Erholungsraum für Freizeitaktivitäten aller Art von vielen Besuchern neu entdeckt. Förster freue es natürlich, dass die Menschen den Wald gern als Ort der Erholung und Entspannung aufsuchen. Leider bringe das Mehr an Besuchern mancherorts auch Schattenseiten mit sich, beschreibt Förster Claudius Fricke. Das größte Problem dabei sei nicht die Menge an Erholungssuchenden, sondern das Fehlverhalten einzelner Waldbesucher. Besonders problematisch sei das Verlassen der Wege. Es werde kreuz und quer durch den Wald spaziert und mit dem Mountainbike gefahren. Dadurch entsteht ein Geflecht aus Trampelpfaden und Mountainbike-Trecks inmitten der Waldbestände. Dieses wiederum führe neben anderen Problemen vor allem dazu, dass wildlebende Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum gestört werden. Besonders jetzt im Winter könne das fatale Folgen für die Tiere haben. Verschärft werde die Situation, wenn zum Verlassen der Wege Hunde nicht angeleint werden oder nach Eintritt der Dunkelheit abseits der Wege Mountainbike gefahren wird. Förster Fricke, der in seiner Freizeit selbst gern als Mountainbiker unterwegs ist, betrachtet insbesondere sogenannte “Night-Vision-Tours” als besonders problematisch für die heimische Tierwelt. Bei den Night-Vision Tours handelt es sich um das Befahren der Mountainbike-Trails nach Eintritt der Dunkelheit. Ein Trend, der sich unter Bikern in der Region zunehmender Beliebtheit erfreut.

Claudius Fricke appelliert: “Es dient uns allen und der Natur, wenn wir uns auch im Wald an die Regeln des guten Zusammenlebens halten.” Er ruft zur Rücksicht auf andere Waldbesucher und das Ruhebedürfnis der heimischen Wildtiere auf. Waldbesucher sollten auf den Wegen bleiben und den Wald und die Waldparkplätze sauber hinterlassen.

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